Berliner Waffenbehörde : Polizei erlaubt straffreie Abgabe von Waffen

Für ein Jahr können in Berlin unerlaubte Waffen und Munition ohne Strafe bei der Polizei abgegeben werden.

Auch Butterflymesser gehören zu den verbotenen Gegenständen (Symbolbild).
Auch Butterflymesser gehören zu den verbotenen Gegenständen (Symbolbild).Foto: Ingo Wagner dpa/lni

In Berlin kann man seit dem 6. Juli unerlaubt besessene Waffen und Munition bei der Polizei abgeben, ohne strafrechtliche Folgen fürchten zu müssen.

Anlass ist eine Änderung des Waffengesetzes, bei dem eine befristete Strafverzichtsregelung aufgenommen worden ist. Diese "Amnestie" gilt für ein Jahr, bis zum 1. Juli 2018.

Abgegeben werden können unter anderem verbotene Gegenstände wie Butterflymesser oder Schlagringe, und auch Waffen, für die man keinen Schein besitzt oder Dinge, deren Erwerb erst ab dem 18. Lebensjahr legal ist wie zum Beispiel Schlagstöcke, Dolche, Gas- und Schreckschusswaffen.

Auch Leuten, die alte Kriegswaffen als Sammlerstücke besitzen, soll dadurch die Gelegenheit gegeben werden, diese auf legalem Weg zu entsorgen.

Teilweise würden solche Objekte sonst einfach weggeworfen, sagte eine Polizeisprecherin. Außerdem solle der Aufruf Leute aufmerksam machen, die gar nicht wüssten, dass sie illegale Waffen oder verbotene Gegenstände besitzen.

Laut der Sprecherin hatte die Berliner Polizei bereits 2009 eine solche "Waffen-Amnestie" mit großem Erfolg durchgeführt.

Wer solche verbotenen Gegenstände oder Waffen besitzt, kann sie in einem Berliner Polizeiabschnitt oder bei der Waffenbehörde am Platz der Luftbrücke 6 abgeben (geöffnet mittwochs von 13 bis 17 Uhr und donnerstags von 9 bis 14 Uhr). Der Transport dorthin ist ebenfalls straffrei.

Im Unterschied zu der Regelung von 2009 gilt die Amnestie dieses Mal nicht, wenn die Waffen oder Munition etwa an einen Waffenhändler übergeben und unbrauchbar gemacht werden. (Tsp)

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