Berlins Mitte : Erster Wolkenkratzer am Alex wird ein Wohnturm

Der neue Bebauungsplan, der nun öffentlich ausgelegt worden ist, sieht für das 150-Meter-Hochhaus bis zu 400 Appartements vor. Außerdem geplant: Ein großes gläsernes Atrium am Fuße des neuen Giganten.

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Alfred Döblin widmete ihm 1929 seinen weltberühmten Großstadtroman: dem Alexanderplatz in Berlin. Und auch knapp 100 Jahre später gilt er immer noch als eines der Wahrzeichen der Hauptstadt. Seit einiger Zeit gibt es nun schon Pläne, dem Alex, wie er von allen nur noch liebevoll genannt wird, ein neues, frisches Gesicht zu geben. Doch bisher hat sich noch nicht viel getan. Diese Postkarte aus der Zeit um 1900 zeigt, wie er früher einmal aussah. Wir zeigen Ihnen, wie er in Zukunft aussehen soll.
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27.01.2014 14:55Alfred Döblin widmete ihm 1929 seinen weltberühmten Großstadtroman: dem Alexanderplatz in Berlin. Und auch knapp 100 Jahre später...

Fast 20 Jahre hat es gedauert, nun endlich soll Berlin seine „Stadtkrone“ bekommen: Auf Hochtouren laufen die Planungen für den Bau des ersten von zehn Wolkenkratzern am Alexanderplatz. Mit einer Höhe von 150 Metern soll das höchste Wohngebäude Berlins entstehen. Und mit einer Fläche von fast 40 000 Quadratmetern bietet der Turm so viel Platz wie das benachbarte Kaufhaus Alexa. Die größte Überraschung ist aber wohl: Der neue Bebauungsplan, der nun öffentlich ausgelegt worden ist, sieht für das Hochhaus Wohnungen unter dem Himmel über Berlin vor. Außerdem geplant: Ein großes gläsernes Atrium am Fuße des neuen Giganten.

Das Baugrundstück liegt direkt am Alexanderplatz, an dessen nordöstlichem Rand. Eigentümer ist der US-amerikanische Investor Hines, der auf dem Areal bereits das Einkaufszentrum „Die Mitte“ mit dem Elektronikmarkt „Saturn“ errichtet hat. Dieses Sockelgebäude will der Bauherr nun um das Hochhaus ergänzen. So sieht es der Masterplan aus dem Jahr 1993 von Stararchitekt Hans Kollhoff vor. Doch der wird nun korrigiert. Anders als im Masterplan vorgesehen, rückt der Turm von der Mitte des Blocks in den nördlichen Teil des Grundstückes vor. Neu ist außerdem eine dreigeschossige Tiefgarage, die zum Teil unter dem Straßenland entstehen soll.

„Das Interesse an dem Bau eines Wohnturms am Alexanderplatz ist groß“, sagte Hines-Geschäftsführer Christoph Reschke auf Anfrage. Das Unternehmen habe deshalb neben der ursprünglichen Planung für die Errichtung eines Büroturmes eine zweite Planungsvariante vorgelegt, die den Bau von Wohnungen vorsieht. Ein „spekulatives Investment“ schließt Reschke allerdings weiterhin aus.

Lesen Sie auf Seite 2, wie die Realisierung des Projekts jetzt vorangetrieben wird.

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