Berlin-Spandau : Dauerärger am Pendlerbahnhof Albrechtshof

Pendler suchen verzweifelt Parkplätze, Anwohner schimpfen. Stadtrat schlägt den Bau eines P&R-Parkplatz vor - aber nicht in Berlin.

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Bahnhof Albrechtshof: Hart an der Landesgrenze. Die Dunkelheit liegt schon in Brandenburg.
Bahnhof Albrechtshof: Hart an der Landesgrenze. Die Dunkelheit liegt schon in Brandenburg.Foto: Imago

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Dauerärger am Pendlerbahnhof in Albrechtshof. Der Verkehr in Spandau ist oft am Limit - jetzt wird über die Rückkehr der Straßenbahn nachgedacht. Allerdings teilte Baustadtrat Frank Bewig (CDU) schon mit, dass das vor 2028 schon aus Baugründen nichts wird. Wobei: 11 Jahre wäre schon schnell, oder? Denn die S-Bahn soll seit 1990 nach Staaken rollen, über die Verlängerung der U-Bahn wird nicht erst seit Helmut Kohls Zeiten nachgedacht.

Und über einen P&R-Parkplatz am Pendlerbahnhof Albrechtshof wird auch schon seit 2014 gesprochen. Letzte Woche hatten sich Anwohner im Spandau-Newsletter beklagt, deren Seitenstraßen von Pendlern aus Brandenburg zugestellt werden – früher standen die auf der Wiese zwischen dem Bahnhof und Zeestower Weg.

Leute-Leserin Claudia Trzonnek schrieb uns zur Parkplatzsituation am Pendlerbahnhof Albrechtshof: „Da gab es einen großen, wenn auch nicht schönen Parkplatz – nach Regensturz allerdings beschwimmbares Gelände.“ Vorbei, da wird jetzt gebaut. Folge: „Ein einziges wildes Herumgeparke, vor jeder Tür, an jeder möglichen und auch unmöglichen Stelle, sodass die gesamte Verkehrssituation immer etwas eskaliert“, weil alle schnell den Zug erreichen wollen. Die Ampel für Fußgänger sei zwar positiv – aber: „Interessiert nicht jeden Autofahrer.“ Außerdem wurden wie am Pendlerbahnhof Staaken die Fahrradfahrer vergessen. Bügel? Nur eine Handvoll.

Stadtrat Frank Bewig (CDU) – damals noch nicht zuständig – schreibt uns dazu: „Der wild genutzte Parkplatz am Bhf Albrechtshof war seinerzeit auch schon Bauland.“ Vorschlag: „Ich würde ein Park&Ride-Angebot auf Falkenseer Seite sehr begrüßen. Auf Spandauer Seite sehe ich keine Möglichkeiten.“ Dazu Emilio Paolini, Ex-Fraktionschef der Piraten in der BVV Spandau und heute bei der „Wählerinitiative soziales Spandau“ (Wiss): „Das Problem in Albrechtshof war bereits vor drei Jahren eines und wurde damals auch erkannt, auch von den Piraten.“ Das Projekt stockte dann aber. Paolini schlägt vor, das P&R-Projekt nicht nach Falkensee zu schieben, sondern „kooperativ MIT Falkensee".

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