"Boulevard der Stars“ : Marlene-Dietrich-Stern enthüllt

Mehr als fünf Jahre haben die Planungen gedauert, am Ende ging es aber doch ganz schnell: Klaus Wowereit und Berlinale-Chef Dieter Kosslick haben symbolisch den "Boulevard der Stars" auf dem Mittelstreifen der Potsdamer Straße eröffnet.

Marlene
Grundsteinlegung fuer den "Boulevard der Stars" mit Bronzestern der Schauspielerin Marlene Dietrich. -Foto: ddp

Anlässlich der 60. Internationalen Filmfestspiele in Berlin haben der Regierende Bürgermeister Klaus Wowereit (SPD) und Berlinale-Direktor Dieter Kosslick am Freitag einen „Boulevard der Stars“ zu Ehren deutscher Filmgrößen symbolisch eröffnet. Ein erster Stern wurde am Nachmittag vor zahlreichen Schaulustigen auf dem Mittelstreifen der Potsdamer Straße enthüllt - er ehrt die Filmdiva Marlene Dietrich (1901-1992) und trägt ihren Namen, ihre Lebensdaten und ihr Autogramm.

Vorläufig bleibt Dietrichs Stern der einzige auf dem Mittelstreifen, im Frühjahr muss zunächst die rote Asphaltfläche angelegt werden, die den eigentlichen Boulevard bilden soll. Anfang September werden dann 39 weitere Sterne in den Boden eingelassen, anschließend wird noch einmal in großem Rahmen Eröffnung gefeiert. Ursprünglich sollte der Boulevard bereits 2005 fertig sein, der Siegerentwurf eines ersten Wettbewerbs konnte aber aus Kostengründen nicht verwirklicht werden. Zwischenzeitlich stand das gesamte Projekt vor dem Aus.

Der „Walk of Fame“ in Hollywood erinnert derzeit an rund 2400 lebende und verstorbene Filmschaffende, auch in Berlin dürfte die Zahl der Sterne rasch steigen. Über künftige Ehrungen entscheidet eine Jury, auf der Internetseite des Projekts findet man aber bereits eine lange Liste mit Namen einiger „Beispiele für die Vielfalt an Höchstleistungen, die unzweifelhaft aus 120 Jahren Film und Fernsehen herausragen“. Neben verstorbenen Größen wie Rainer Werner Fassbinder und Heinz Erhardt werden dort auch viele zeitgenössische Filmschaffende genannt: Wim Wenders, Iris Berben, Senta Berger und Bruno Ganz, dazu Hannelore Elsner, Fatih Akin und Bernd Eichinger. Die deutsche Staatsbürgerschaft ist nicht erforderlich: Auch Rudi Carrell wird als Kandidat für einen Stern gehandelt. AFP/sel

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