Berlin : Brücke ohne Zugang

Steg über die Havel für Fußgänger nicht nutzbar

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Brückenposse in Spandau: Fußgänger und Radfahrer müssen weiter warten, bis sie den bereits montierten Steg an der Havelbrücke der Bahn nutzen können. Die Brücke selbst ist bereits seit 1998 fertig. Danach sollte eigentlich auch der Fußgängersteg wieder nutzbar sein. Ohne diese Verbindung zwischen dem Stabholzgarten und Stresow müssen Fußgänger und Radfahrer auch in Zukunft zum Teil weite Umwege machen, wenn sie die Havel überqueren wollen.

Bis zum Neubau der Brücke gab es bereits einen Steg für Fußgänger. Allerdings auf der Südseite der Brücke. Weil damals geplant war, hier den Transrapid vorbeischweben zu lassen, sollte der Fußgängersteg beim Neubau der Brücke auf die Nordseite wechseln. Dort aber gab es Probleme, weil ein Grundstücksbesitzer auf der Stresower Seite sich weigerte, den Platz für die Zugangstreppe zum Steg freizugeben. So ist zwar der Fußgängersteg montiert, doch auf beiden Seiten ohne Zugang. Inzwischen hat die Bahn das Problem mit dem störrischen Anwohner gelöst. Der Steg wird über sein Grundstück hinweg verlängert und erhält einen Zugang an einer konfliktfreien Stelle.

Gebaut werden konnte bisher trotzdem nicht, denn nun forderte das Eisenbahn-Bundesamt (EBA) ein ergänzendes Genehmigungsverfahren zur „barrierefreien Gestaltung“, wie die Staatssekretärin der Stadtentwicklungsverwaltung, Maria Krautzberger (SPD), auf eine Kleine Anfrage der Grünen-Abgeordneten Claudia Hämmerling mitteilte, die hier einen „Schildbürgerstreich“ sieht. Der Beschluss soll nun Ende des Jahres vorliegen. Dann kann – vielleicht – doch zu Ende gebaut werden, falls keine neuen Hindernisse auftauchen. kt

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