Berlin : BVG zwingt Fahrgäste zum Umsteigen U 2: Zwei Mal Wechsel in den Bus erforderlich

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Über Ostern geht auf dem Ostabschnitt der U-Bahn-Linie U 2 gar nichts mehr. Von Sonnabend bis einschließlich Ostermontag wird der Verkehr, wie angekündigt, zwischen Pankow und Potsdamer Platz eingestellt. Anders als zunächst vorgesehen, sperrt die BVG nach Ostern bis zum 16. April aber nur noch den Abschnitt von Pankow bis Rosa-Luxemburg-Platz. Fahrgäste müssen dann mehrfach umsteigen: Zwischen Pankow und Rosa-Luxemburg-Platz fahren Busse, danach geht es bis zur Mohrenstraße weiter mit der U-Bahn. Dort heißt es, entweder wieder den Bus zu nehmen oder bis zum nächsten Bahnhof Potsdamer Platz zu laufen, wo es dann immerhin umsteigefrei wieder weiter mit der U-Bahn bis Ruhleben geht.

Zunächst wollte die BVG ihren Fahrgästen das mehrfache Umsteigen ersparen und den Ersatzverkehr mit Bussen auch nach Ostern durchgehend von Pankow bis zum Potsdamer Platz anbieten. Trotz der Ferien würden die Busse aber vor allem auf der Leipziger Straße im Stau stecken bleiben, befürchtet man nun.

Geplant war, die Strecke wegen Bauarbeiten zunächst über Ostern von Pankow bis Stadtmitte und anschließend nur noch bis Rosa-Luxemburg-Platz zu unterbrechen. Weil es auf der Baustelle für ein Einkaufszentrum am Leipziger Platz, wo der U-Bahn-Tunnel durch die Baugrube führt, am Freitag aber einen Wassereinbruch gab, ist seither auch der Abschnitt Mohrenstraße – Potsdamer Platz gesperrt. Züge werden hier voraussichtlich erst wieder in etwa zwei Wochen fahren.

Die Forderung des Fahrgastverbandes Igeb, zum Umfahren der U 2 mehr Züge bei der S-Bahn auf der Ost-West-Stadtbahn zu bestellen, lehnt die BVG ab. Das Angebot dort sei derzeit ausreichend.

Gleichzeitig mit der U 2 ist auch weiter der Ostring der S-Bahn zwischen Schönhauser Allee und Neukölln/Baumschulenweg ebenfalls bis zum 16. April unterbrochen. Die S-Bahn rät, diesen Abschnitt zu umfahren – über den Westring oder mit Straßen- und U-Bahnen. Die Ersatzbusse stecken vor allem werktags oft im Stau fest. Klaus Kurpjuweit

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