Berlin : Coaching von Ulla Meinecke

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Sängerin Ulla Meinecke hat gleich zugesagt. Dann aber kamen ihr doch Bedenken: Muss ich mit den Fußballern mitlaufen? Avitall Gerstetter , die Kantorin der Jüdischen Gemeinde in Berlin, beruhigte: Sie müsse ihre Mannschaft nur ein bisschen coachen, sozusagen mit ihrem Namen. Denn beim „Avitallscup“ am heutigen Sonnabend, läuft sowieso vieles anders als beim Profi-Fußball. Im Mittelpunkt steht nicht Spieltaktik, sondern alles dreht sich um Symbolik. Denn es treten eine jüdische, eine muslimische, eine christliche und eine atheistische Mannschaft gegeneinander an. Schiedsrichter ist Grünen-Politiker Hans-Christian Ströbele . „Wir wollen eine Brücke zwischen den Religionen bauen“, sagt Avitall Gerstetter. „Die Spieler sollen sich mit viel Freude, aber auch mit großer Achtung begegnen und davon etwas in ihren Alltag tragen.“ Der Avitallscup findet zum zweiten Mal statt.

Halbwegs professionell tritt wohl nur das muslimische Team „ts Allstars“ an: Die Spieler kommen von Türkiyemspor. Beratung durch „Coach“ Petra Pau , die PDS-Politikerin, wird da wohl kaum nötig sein. Ulla Meinecke drückt den „Trojan Helmets“ die Daumen, dem atheistischen Team aus der linken Szene. Bei der jüdischen Elf, den „J-Units“ spielt auch Gideon Joffe mit, der Vorsitzende der Jüdischen Gemeinde. Die christlichen Spieler von „Crossfire“ sind Musiker und Schauspieler des Theaters des Westens. Sie jagen dem Ball sonst in der Theatermannschaft nach. clk

Sonnabend, ab 14 Uhr, Stadion Ritter-/ Ecke Lobeckstraße, Kreuzberg

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