Berlin : Der Mauerpark ergrünt

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Pankow. Der Streit um den Bau des vierten Mauerparkabschnittes hat ein Ende. Auf dem ehemaligen Bahngelände zwischen Gleimtunnel und Kinderbauernhof hat die Grün Berlin Park und Garten GmbH ihre Arbeit fortgesetzt. Eine Wiese mit Obstbäumen soll hier entstehen, Weideflächen für die Tiere des Kinderbauernhofes und ein „Senkgarten“ als Ruhezone mit Blumen- und Kräuterbeeten und Bänken. Bis Jahresende soll der Abschnitt fertig sein, bis zum nächsten Frühjahr soll ein Freizeitpark mit Kletterfelsen, der vom Quartiersmanagement bezahlt wird, dazukommen. Dann werden etwa 8,5 Hektar des rund 10 Hektar großen und 1992 begonnen Mauerparks fertig sein.

1998 waren die Arbeiten eingestellt worden, als sich herausstellte, dass die zwei Hektar große Fläche nicht dem Land Berlin, sondern dem Bund gehörte. Berlin weigerte sich, die Fläche zu den geforderten Baulandpreisen zu kaufen. 1999 erbot sich dann die Bahn AG, als Ausgleich für die Nutzung landeseigener Flächen beim Bau der ICE-Strecke Berlin-Hannover, die Fläche zu kaufen und dem Land zu überlassen. Auch die rund 1,5 Millionen Euro für die Gestaltung des vierten Abschnittes zahlte sie. Dennoch zog sich die Fertigstellung hin, unter anderem stritten die Berliner Senatoren Peter Kurth und Peter Strieder über Altlasten, die auf dem Gelände vermutet wurden. Erst nach Protesten des Bürgervereins Gleimviertel lenkte Stadtentwicklungssenator Peter Strieder ein. Altlasten wurden nicht gefunden.

Wann die Abschnitte 2 und 3 des Mauerparks fertig gestellt werden, ist weiterhin offen. Zur Zeit befindet sich ein Gewerbegebiet auf dem Gelände. Dem Land fehlen die Mittel, die Fläche zu kaufen. Doch Eile sei geboten, so Detlev Dahlmann von der Grün Berlin GmbH, denn jedes Jahr im Sommer sei der Mauerpark hoffnungslos übernutzt. Das werde sich bei den wenigen Grünflächen in der Gegend erst ändern, wenn der komplette Mauerpark fertig ist. akl

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