Berlin : Diebeszüge in Grenzorten nehmen zu Millionenschäden durch Banden aus Osteuropa

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Frankfurt (Oder) - Diebstähle von Baumaschinen, Traktoren und anderen landwirtschaftlichen Geräten, Einbrüche in Häuser, Lauben und Personenwagen: Die Schäden durch Raubzüge meist osteuropäischer Banden in Brandenburgs östlichen Grenzregionen nehmen nach Angaben von Innenminister Dietmar Woidke (SPD) weiter zu. In den ersten neun Monaten des vergangenen Jahres entstanden in den 24 Grenzgemeinden bereits Schäden von 8,8 Millionen Euro. Im gesamten Jahr 2010 waren es knapp 10,9 Millionen und ein Jahr zuvor 7,7 Millionen Euro. Die höchsten Verluste gab es in Frankfurt/Oder mit 3,4 Millionen Euro sowie in Eisenhüttenstadt und Schwedt (je eine Million Euro). Auf den Diebstahl von Baustellen im Grenzraum entfiel in den ersten neun Monaten 2011 eine Schadenssumme von knapp 256 000 Euro.

Die Aufklärungsrate ist den Angaben zufolge leicht rückläufig. Wurden 2009 noch 33,4 Prozent der Diebstähle in den 24 Grenzgemeinden aufgeklärt, so waren es 2010 nur 31,7 Prozent und von Januar bis September des vergangenen Jahres 29,8 Prozent. Bei Fahrzeugdiebstählen seien sogar nur 20,6 Prozent im Jahr 2009, 19,7 Prozent im Jahr 2010 und 15 Prozent in den ersten neun Monaten 2011 aufgeklärt worden.

Das Land setze im Kampf gegen die Kriminalität im Grenzraum auf eine Vielzahl von Maßnahmen, sagte der Minister. Er führte das Ende 2007 eröffnete deutsch-polnische Polizei- und Zollzentrum in Swiecko bei Frankfurt an. Seither gebe es gemeinsame Streifen polnischer und deutscher Polizisten sowie Informationsveranstaltungen unter anderem zur Codierung von Baumaschinen.

Zugenommen haben laut Ministerium auch die Diebstähle von Buntmetallen. Bis September 2011 betrug die Schadenssumme in diesem Bereich 4,45 Millionen Euro. Im Jahr 2009 wurden von Baustellen oder Bahnanlagen nur Buntmetall im Gesamtwert von 1,54 Millionen Euro gestohlen.dapd

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