Direktverbindung von Berlin nach Breslau : Kulturzug soll weiter fahren

Der Kulturzug war so erfolgreich, dass er zumindest bis Ende des Jahres weiterfahren soll. Die Strecke kostet 19 Euro.

von
Kulturhauptstadt. In Breslau gibt es derzeit viel zu erleben.
Kulturhauptstadt. In Breslau gibt es derzeit viel zu erleben.Foto: picture alliance / dpa

Der Zug ist so erfolgreich, dass er weiterfahren soll – zumindest bis zum Jahresende. Die Chance, dass der „Kulturzug“ nach Breslau in die Verlängerung geht, sei groß, heißt es. Das Angebot hatten die Länder Berlin und Brandenburg auf die Schienen gestellt, nachdem sich die Deutsche Bahn und ihr Pendant in Polen von der Strecke verabschiedet hatten. Die Länder finanzieren seit dem 30. April die beiden Fahrten an Wochenenden und Feiertagen und locken mit einem Preis von nur 19 Euro für eine Strecke. Der Nachweis, dass ein attraktiver Preis zusammen mit einem attraktiven Ziel – Breslau ist europäische Kulturhauptstadt 2016 – zum Erfolg führe, sei gelungen, sagte die Chefin des Verkehrsverbundes Berlin-Brandenburg (VBB), Susanne Henckel. Zusammen mit den Ländern setzt sich der VBB seit Jahren für einen Ausbau der Verbindungen nach Polen ein.

Fahrten sollten September enden

Der „Kulturzug“ war so erfolgreich, dass Fahrgäste entweder keinen Sitzplatz fanden oder nicht mitgenommen werden konnten. Die Bahn hat als Ersatz in Berlin und Brandenburg Busse in Bereitschaft. Das Problem: Nach Polen können nur Züge fahren, die dort zugelassen sind. Davon hat die Bahn nicht viele.

Ursprünglich sollten die Fahrten am 25. September enden. Schon jetzt sind sie bis 3. Oktober verlängert worden. Der Zug startet Sonnabends und Sonntags um 8.31 Uhr in Lichtenberg und 8.36 Uhr am Ostkreuz und erreicht um 13.03 Uhr den Breslauer Hauptbahnhof. Zurück geht es sonnabends um 19.21 Uhr mit Ankunft um 23.50 (Ostkreuz) und 23.54 Uhr (Lichtenberg) sowie sonntags um 16.29 Uhr mit Ankunft um 21.28 (Ostkreuz) und 21.35 Uhr (Lichtenberg). Karten gibt es auch im Zug, in dem auch ein Kulturprogramm geboten wird.

» Mehr lesen? Jetzt kostenfrei E-Paper testen!

1 Kommentar

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben