Easyjet-Manager im Interview : "Konzentrieren uns auf Schönefeld"

Das BER-Debakel wirkt sich auch auf die Pläne der Billigfluglinien aus. Easyjet-Deutschlandchef Chef Haagensen beklagt im Interview die Unwägbarkeiten - und lobt trotzdem Berlin.

Kevin Hoffmann
Ein Lob für Berlin. Thomas Haagensen mag die Stadt - aber nicht das BER-Chaos.
Ein Lob für Berlin. Thomas Haagensen mag die Stadt - aber nicht das BER-Chaos.Foto: Thilo Rückeis

Herr Haagensen, wie hat sich Berlin in den letzten zehn Jahren verändert?

An Berlin ist so interessant, dass die Stadt sich permanent verändert. Alle paar Jahre ist ein neues Viertel angesagt. Daher kommen die Leute auch immer wieder zurück. Wir haben Destinationen im Flugplan, die man ein Mal im Leben besucht. Berlin aber wird nie langweilig.

Wo sind Sie gern in Berlin?
Vor ein paar Jahren war ich erstmals mit meiner Familie da. Damals hatten wir ein Hotel in Mitte an der Museumsinsel, das nächste Mal in Prenzlauer Berg und vor drei Wochen waren wir in Friedrichshain. Das war auch super. Was denken Sie: Wo sollen wir als Nächstes hin?

Vielleicht mal in den Westen, nach Schöneberg oder Neukölln. Man sagt auch: Der Wedding kommt ...
Prima, das versuchen wir.

Wie viel Anteil hat Easyjet am Tourismusboom?
Wir haben viele junge Leute in die Stadt gebracht – aber nicht nur. Früher waren es die Easyjetsetter, das Partyvolk. Heute auch zunehmend Familien und Geschäftsreisende. Zudem bringen wir zunehmend auch Berliner nach Europa.

Was bedeutet das BER-Debakel für Ihre Airline?
Wie für alle Unternehmen ist Unsicherheit und Unklarheit schlecht. Darum ist es schade, dass wir noch nicht genau wissen, was die Pläne für BER sind. In der Zwischenzeit konzentrieren wir uns weiter auf den bestehenden Flughafen Schönefeld.

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