• Ein perfekter Tag im warmen Wüstensand Am Scharmützelsee kann man in „Klein Sanssouci“ übernachten und vielfältig entspannen

Berlin : Ein perfekter Tag im warmen Wüstensand Am Scharmützelsee kann man in „Klein Sanssouci“ übernachten und vielfältig entspannen

Man könnte sich in den warmen Sand legen und einen Sonnentag im Zeitraffer erleben, einen Abend vor dem Kamin im Ferienhaus genießen oder sich ein gutes Essen in einem gemütlichen Restaurant mit Blick auf das Wasser gönnen. In jedem Fall würde die Stimmung in dieser etwas trüben und nasskalten Zeit beträchtlich steigen, wobei drei Angebote sogar an einem Tag möglich wären. Alle Ideen für so einen perfekten Ausflug und noch viele andere werden schließlich an einem einzigen Ort angeboten – in Bad Saarow am Scharmützelsee.

In dem rund 4000 Einwohner zählenden Kurort findet jeder gewiss eine Unterkunft nach seinen Wünschen. Für spontane Ausflügler bietet sich als Auskunftsstelle die Touristinformation im Bahnhof an, der mit seinen mehr als 100 Jahre alten Säulen selbst wie der Wandelgang eines Sanatoriums wirkt. „Von Fünf Sterne bis einfache Pension“, lautet die Antwort auf die Frage nach freien Plätzen. Darunter seien auch einige gute Hotels, die in der Aktion „Winterliches Brandenburg“ Übernachtungen für zwei Personen mit Frühstück für 59 und 79 Euro anbieten.

Die Wahl fällt schließlich auf ein Ferienhaus im skandinavischen Stil im Schlosspark auf dem östlichen Seeufer. Einige der mehr als 100 Häuser bieten einen Blick auf das Wasser. Nur das Schloss als Namensgeber ist nicht zu sehen. Dabei trägt das 1913 fertiggestellte Haus den schönen Beinamen „Klein Sanssouci“. Es befindet sich aber in Privatbesitz und kann nicht betreten werden.

Doch der Sinn steht an diesem Tag auch nicht nach Besichtigungstouren, sondern nach Entspannung und Abwehr von Winterdepressionen. Die 1998 eröffnete Saarow-Therme bieten mit Sicherheit entsprechende Programme. Verlockend wäre jetzt beispielsweise ein Bad in einem der von der heilsamen Thermalsole gespeisten Becken. Da aber die Wirkung möglichst intensiv sein und länger andauern soll, rücken ein Moorbad und ein Sand-Lichtbad in die engere Wahl. Das Moor, das hier schon seit mehr als 100 Jahren die Menschen heilt und kräftig, wird auf 42 Grad Celsius erwärmt und erreicht den Körper überall in seinem Inneren. Die Entscheidung fällt dann doch erst mal für den simulierten Strandtag mit dem für das Gemüt und die Vitamin-D-Produktion so wichtigen UV-Licht und dem warmen Wüstensand. Innerhalb von 45 Minuten geht die Sonne auf und dann wieder ganz langsam unter.

Für das stilvolle Abendessen folgen wir der Empfehlung an das westliche Seeufer. Auf der weit ins Wasser ragenden Halbinsel „Alte Eichen“ steht das gleichnamige Hotel. Seit etwa zwei Jahren trägt das Restaurant mit einer im Sommer begehrten Terrasse den Namen „1900“.DasGebäude erzählt eine typische Saarower Geschichte. Erbaut von einem Rittmeister, nutzte es nach dem Kriegsende die SED als Gäste- und Ferienhaus „Maxim Gorki“, ehe es 1992 als privat geführtes Hotel eröffnete. Ste.

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