Radtour : Von Briesen nach Cottbus

Martin Hildebrandt entführt uns in den sorbischen Teil Brandenburgs, ganz im Südosten.

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Karte: ©OpenStreetMap-Mitwirkende

Streckenbeschreibung (109 km)

km 0 Die Tour beginnt in Briesen, einem kleinen Ort zwischen Fürstenwalde und Frankfurt (Oder). Gen Süden auf der Beeskower Straße überqueren wir die Autobahn, die an einem berühmten Jagdgebiet vorbeiführt. Mitten im Wald erinnert das Briesener Hirschdenkmal an den Abschuss eines 66-Enders durch Kurfürst Friedrich III. Geschehen im Jahre 1696 und damit noch vor der Gründung des Königreichs Preußen.

km 10 Die Kersdorfer Schleuse deutet es an: Wir haben die Spree erreicht. Die Schleuse staut zwar das Wasser des Spree-Oder-Kanals aber schon bald zeigt sich der alte Fluss auf der rechten Seite, während links die künstliche Wasserstraße zu sehen ist. Wahrlich idyllisch, wie die Spree hier noch mäandern darf.

km 12 In Neubrück führt der Radweg auf die
Landstraße. Der Ort belohnt mit einem sympathischen Café und einem sanierten Gutshaus. Als Wegweiser dient bis nach Cottbus die Beschilderung der Tour Brandenburg.

km 25 Ankunft auf dem Marktplatz von Beeskow. Die historische Altstadt macht einen freundlichen Eindruck. Unbedingt probieren sollte man das Eis im Kino Schukurama (Bahnhofstr. 14a). Es gewann den „European Championship of Gelato“ und ist damit das beste Vanilleeis Deutschlands.

km 35 Nach der Burg Beeskow folgt die Burg Friedland. Beide mittlerweile größtenteils saniert. Die Tour Brandenburg verlässt nun die Zivilisation und führt durch ein wunderschönes Wald- und Wiesengebiet hinein in das Schlaubetal.

km 52 Der südliche Teil des Schlaubetals beginnt. Die Schlaubemühle war die erste Mühle des Tals, erstmalig 1420 urkundlich erwähnt, heute Schulungszentrum des BUND Brandenburgs. Für Radfahrer leider keine Raststation. Auch sonst fehlen auf diesem Abschnitt Einkehrmöglichkeiten.

km 61 Der Ort Reicherskreuz liegt mitten im Wald und steht wegen der Feldsteinhäuser unter Denkmalschutz. Hinter dem Dorf beginnt die Reicherskreuzer Heide, früher sowjetisches Militärgebiet. Wichtiger Hinweis für die Beine: Den Aufstieg auf den Aussichtsturm kann man sich sparen. Die Bäume ringsrum sind mittlerweile höher als der Turm.

km 75 Genug geradelt? Am Pinnower See kann im Hotel Karpfenschänke übernachtet werden. Auch ein Bad im Pinnower See bietet sich an.

km 86 Ende des Waldgebietes. In der Ferne ragen die imposanten Kühltürme des Kraftwerks Jänschwalde in den Himmel. Willkommen in der Lausitz!

km 92 Wen die Kräfte verlassen, kommt über die Alte Bahnhofsstraße zur Haltestelle Peitz Ost. Die Weiterfahrt durch die Peitzer Teiche aber lohnt. Seit 500 Jahren werden hier Karpfen gezüchtet. Mit fast 1000 Hektar ist dies das größte zusammenhängende Teichgebiet Deutschlands.

km 105 Geschafft. Die naturbelassenen Spreeauen entlang erreichen wir Cottbus. Die zweitgrößte Stadt Brandenburgs zeigt sich am Wasser von seiner schmucken Seite. Auch die Altstadt ist sehenswert.

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