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Fertigstellung des BER : Hartmut Mehdorn stellt Aufsichtsrat "Sprint"-Programm vor

Heute wird Flughafenchef Hartmut Mehdorn dem Aufsichtsrat sein Beschleunigungsprogramm zur Fertigstellung des BER vorlegen. Dafür sollen auch gmp-Spezialisten ins Team zurückkehren.

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Hartmut Mehdorn. Foto: dpa
Hartmut Mehdorn.Foto: dpa

Heute soll der Kurs festgelegt werden: Flughafenchef Hartmut Mehdorn wird dem Aufsichtsrat sein „Sprint“ genanntes Beschleunigungsprogramm zur Fertigstellung des BER vorlegen. Zum dafür vorgesehenen Expertenteam sollen auch Mitarbeiter des Architekturbüros Gerkan, Marg und Partner (gmp) gehören, die damit ins Projekt zurückkehren.

Nach dem Verschieben des Juni-Eröffnungstermins im vergangenen Mai war gmp von der Flughafengesellschaft gekündigt worden. Damals habe es kein Vertrauensverhältnis mehr mit der Planungsgemeinschaft BBI (PG BBI) gegeben, zu der sich gmp mit dem Architekturbüro JSK zusammengeschlossen hatte, sagte ein Insider. Eine Rückkehr der Planungsgemeinschaft soll es, wie berichtet, auch jetzt nicht geben. Das hat BER-Aufsichtsratschef Matthias Platzeck (SPD) inzwischen auch klargestellt. Stattdessen kehren einzelne gmp-Mitarbeiter zurück. Die Schadenersatzklage gegen das Büro, die zunächst ruht, soll laut Platzeck nicht zurückgezogen werden. Mehdorn will sich aber wichtigen Sachverstand sichern, allen voran den von Hans Joachim Paap, der bei gmp für die Planungsgemeinschaft federführend war.

Mehdorns Erbe
Der neue BER-Chef Hartmut Mehdorn hat bei dem Großprojekt Flughafen ein schweres Erbe anzutreten: Bis zu 40.000 Mängel, heißt es aus Aufsichtsratskreisen, gilt es vor der Eröffnung zu beseitigen. Auf dem Gebiet Luftfahrt ist der umstrittene Manager geübt, dennoch stieß sein Wirken in der Vergangenheit auf gemischtes Echo. Auch in Berlin hat er in der Vergangenheit einige Projekte in Angriff genommen - mit durchwachsenem Erfolg. Foto: dpaWeitere Bilder anzeigen
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11.03.2013 16:48Der neue BER-Chef Hartmut Mehdorn hat bei dem Großprojekt Flughafen ein schweres Erbe anzutreten: Bis zu 40.000 Mängel, heißt es...

Auch weitere Personalien werden heute eine Rolle spielen. Denn noch immer sind die BER-Verantwortlichen auf der Suche nach einem Finanz-Geschäftsführer. Dieser soll heute gefunden werden. Mehrere Personalien sind dabei denkbar und Aufsichtsratschef Platzeck hat auch angedeutet, dass eine Frau für diesen Posten infrage kommen könnte.

Platzeck hatte sich zu seinem Amtsantritt auch dafür stark gemacht, mehr Sachverständige und Experten in den Aufsichtsrat zu holen. Doch zumindest Berlin hat derzeit keine Ambitionen, neue Leute in den Aufsichtsrat zu schicken. "Der Senat plant derzeit keine Veränderung in der Zusammensetzung des Aufsichtsrats der Flughafengesellschaft", heißt es in einer Antwort des Regierenden Bürgermeisters Klaus Wowereit auf eine Anfrage des Grünen Abgeordnetenhausmitglieds Andreas Otto. Der Grüne fordert eine Veränderung. "Den Aufsichtsratsmitgliedern fehlt jegliche Vorerfahrung aus anderen Großprojekten. 

Für die vier Berliner Mitglieder in dem 15köpfigen Gremium fordern wir folgende Verteilung: 2 mal Senat, einmal Managementprofi und einmal Technikprofi". Für Berlin sitzen neben Wowereit auch Innensenator Frank Henkel (CDU) sowie Finanzstaatssekretärin Margaretha Sudhof und der Geschäftsführer der A-Z Hotelmanagement und Beratungs GmbH Michael Zehden im Aufsichtsrat.

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