• Zitty
  • Potsdamer Neueste Nachrichten
  • Berlin 030
  • Bootshandel
  • Qiez
  • zweitehand
  • twotickets
  • Berliner Köpfe
  • wetterdienst berlin

Flüchtlinge am Oranienplatz : Camp in Kreuzberg bleibt vorerst

04.12.2012 18:07 Uhrvon
Auch im "Camp der Diskriminierten" in Kreuzberg wird protestiert. Turgay, Journalist und Flüchtling aus der Türkei, hat Sehnsucht nach seiner Familie – und will doch aushalten in seinem kleinen Zelt am Oranienplatz. Foto: Georg MoritzBild vergrößern
Auch im "Camp der Diskriminierten" in Kreuzberg wird protestiert. Turgay, Journalist und Flüchtling aus der Türkei, hat Sehnsucht nach seiner Familie – und will doch aushalten in... - Foto: Georg Moritz

Die Flüchtlinge am Oranienplatz rüsten ihr Camp für den Winter auf. Der Bezirk ist damit einverstanden - auch wenn noch gar nicht klar ist, wie lange die Flüchtlinge bleiben wollen.

Trotz frostiger Temperaturen wollen die Flüchtlinge weiter auf dem Oranienplatz campieren und haben ihr Lager jetzt winterfest gemacht. Mit Isomatten und Styropor haben sie die Wände der Zelte gegen die Kälte isoliert, die Fußböden wurden unter den Holzpaletten mit Stroh ausgelegt. Fast alle Zelte werden mit Gas- und Holzöfen beheizt. Bislang hat das Bezirksamt Friedrichshain-Kreuzberg das Camp auf dem Oranienplatz bis zu einer endgültigen Entscheidung geduldet. Die Flüchtlinge hatten zunächst einen Antrag auf Sondernutzung des öffentlichen Straßenraumes bis zum 30. November für rund 150 Menschen, zehn Zelte und einen Sanitärcontainer gestellt.

Am Dienstag stand der Verlängerungsantrag der Flüchtlinge auf der Tagesordnung der Bezirksamtssitzung. „Wir haben einheitlich beschlossen, die Duldung zu verlängern“, sagte Bezirksbürgermeister Franz Schulz (Grüne). Die Nutzer müssten nun nur noch den entsprechenden Antrag auf Verlängerung stellen. „Die Flüchtlinge haben sich bewusst für Kreuzberg entschieden, weil sie sich hier sicher fühlen“, sagte Schulz. Zur Dauer der Verlängerung konnte er noch nichts sagen: Man müsse erst mit den Flüchtlingen sprechen, wie lange sie bleiben wollten.

Die Kosten für die sanitären Anlagen (Toilettenwagen), Strom, Gas und die wöchentliche Müllabfuhr des Camps zahlen die Flüchtlinge nach Angaben von Schulz selbst. Das Bezirksamt stelle lediglich den Platz zur Verfügung. „Wir finanzieren die Gebühren aus Spendengeldern“, sagt ein Sprecher des Camps.

Das Ziel der Flüchtlinge, die seit 6. Oktober am Oranienplatz und am Brandenburger Tor campen, sind bessere Bedingungen für Asylbewerber, unter anderem eine Abschaffung der Residenzpflicht und der Sammelunterkünfte. Bisher haben schon einige Politiker das Camp besucht, grundlegende Veränderungen gab es noch nicht. „Wir wollen so lange hier ausharren, bis die Politiker endlich auf unsere Forderungen eingehen“, sagt Patras (33). Er kam vor zwei Jahren aus Uganda nach Passau und ist vor zwei Monaten 600 Kilometer in einem Protestmarsch von Würzburg nach Berlin gelaufen. Inzwischen leben etwa 70 Flüchtlinge im Camp.

Demnächst wollen die Flüchtlinge eine Aktion gegen Polizeigewalt und die Verletzung der Menschenrechte starten. In der Kritik steht auch der Einsatz der Polizei vor wenigen Tagen im Camp am Oranienplatz.

Folgen Sie unserer Berlinredaktion auf Twitter:

Tanja Buntrock:
Karin Christmann:


Robert Ide:


Sigrid Kneist:


Anke Myrrhe:


Hier twittert die Stadtleben-Redaktion des Tagesspiegels. Tipps und Trends, Themen und Termine - alles, was die Stadt bewegt:



Machen Sie mit und verlinken Sie Ihre morgendlichen Fotos mit dem Hashtag #gmberlin. Oder schicken Sie Ihre Fotos wie gewohnt an leserbilder@tagesspiegel.de! Wir freuen uns auf Ihre Bilder!


Die ersten Ergebnisse sehen Sie in unserer Fotostrecke.


Tagesspiegel lokal

Kreuzberg Blog

Berlin ist Kreuzberg. Und umgekehrt. Kaum ein anderer Berliner Bezirk wird so stark mit der Hauptstadt in Verbindung gebracht wie Kreuzberg. Was die Kreuzberger bewegt, viele Kiezgeschichten und Meinungen lesen Sie im hyperlokalen Projekt des Tagesspiegels.
Zum Kreuzberg Blog


Wedding Blog

Der Wedding lebt. Nur wie? Finden wir es heraus, gemeinsam. Wir: die Leser und die Journalisten des Tagesspiegels. Wir schreiben: Ein Blog über den Wedding. Den alten. Den neuen. Den guten. Den schlechten. Und den dazwischen. Früher Bezirk, bis heute Ereignis. Machen Sie mit beim Wedding Blog!
Zum Wedding Blog


Zehlendorf Blog

Zehlendorf – fein, langweilig, reich? Denkste! Wir hinterfragen gemeinsam mit Jugendlichen, Erwachsenen, Prominenten Klischees und schreiben spannende Geschichten aus dem Stadtteil: über Menschen, lokale Politik und ein Lebensgefühl mit Wasser und Wald. Schreiben Sie mit am Zehlendorf Blog!
Zum Zehlendorf Blog

Umfrage

Welcher Berliner SPD-Politiker erscheint Ihnen als Nachfolger Wowereits am geeignetsten ?

Tagesspiegel twittert

Service

Empfehlungen bei Facebook

Nachrichten aus den Bezirken

Weitere Themen

Der Tagesspiegel im Sozialen Netz

Veranstaltungen im Tagesspiegel

In unserem Verlagsgebäude finden regelmäßig Salons, Vorträge und Debatten statt, zu denen wir Sie herzlich einladen.
Das Stadtmagazin des Tagesspiegels.

Tagesspiegel-Spendenaktion

Erleben sie mit tagesspiegel.de die ganz besonderen Veranstaltungen in Berlin und Umgebung. Hier können Sie sich Ihre Tickets zum Aktionspreis sichern.

Weitere Tickets...