Flüchtlinge : Petition gegen Zustände am Lageso

Innerhalb von 48 Stunden haben mehr als 50.000 Menschen eine Change.org-Petition für eine bessere Behandlung der Flüchtlinge am Lageso unterschrieben.

Pascale Müller

Gestartet hat die Petition Fabian Jain, der Sozialpädagoge arbeitet in einer Berliner Zahnarztpraxis, in der auch Flüchtlinge umsonst behandelt werden. "Es hat mich unheimlich geärgert, dass ein Großteil der Hilfe allein durch Ehrenamtliche, private Initiativen geleistet wird", sagt Jain. Er wolle niemanden anprangern, aber auf Handlungsbedarf hinweisen. Der Senat wird in der Petition aufgefordert, dafür zu sorgen, dass vergebene Termine am Lageso eingehalten werden, Obdachlosigkeit abzuwenden und zu gewährleisten, dass das Sicherheitspersonal die Geflüchteten schützt und nicht gefährdet. Es seien schon große Anstrengungen unternommen worden, so Jain, aber der Senat solle sich jetzt nicht auf dem Ehrenamt ausruhen.

Mit diesen Forderungen hat er einen Nerv getroffen, die Petition haben innerhalb kürzester Zeit tausende von Menschen unterschrieben. In den vielen Facebook-Gruppen, in denen Berliner Freiwillige die Flüchtlingshilfe organisieren, wird sie geteilt und bejubelt. "Wir haben die Situation, dass die Menschen bei Minustemperaturen auch nachts draußen warten", sagt Jain. Die Menschen drohten zu erfrieren. Nur den großen Anstrengungen vieler Freiwilliger sei es zu verdanken, dass geflüchtete Menschen menschenwürdig versorgt würden.

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