Flugbetrieb nicht beeinträchtigt : Reinigungsmittel zu hoch dosiert: Leichtverletzte am Flughafen Tegel

20.10.2012 14:56 Uhrvon , und
  • Alarm auf dem Flughafen Tegel: Ein Putzmittel wurde versehentlich zu hoch dosiert. Foto: Reuters
    Alarm auf dem Flughafen Tegel: Ein Putzmittel wurde versehentlich zu hoch dosiert. - Foto: Reuters
  • Ein stechender Geruch lag in der Luft, mit Bussen wurden Personen, die über Atemwegsbeschwerden und Augenreizungen klagten, in Krankenhäuser gebracht. Foto: dapd
    Ein stechender Geruch lag in der Luft, mit Bussen wurden Personen, die über Atemwegsbeschwerden und Augenreizungen klagten, in Krankenhäuser gebracht. - Foto: dapd
  • Der Flugbetrieb war nicht beeinträchtigt. Foto: dapd
    Der Flugbetrieb war nicht beeinträchtigt. - Foto: dapd

Update Am Flughafen Tegel hat es einen Zwischenfall gegeben: Weil ein reizendes Reinigungsmittel zu hoch dosiert wurde, klagten mehr als fünfzig Betroffene über leichte Augen- und Atemwegsbeschwerden. Teile des Terminals A waren am Vormittag gesperrt.

Am Flughafen Tegel hat es am Sonnabend einen Zwischenfall und Großalarm für Polizei und Feuerwehr gegeben. In der Nacht zuvor wurde nach Angaben der Polizei eine Grundreinigung vorgenommen, bei der offenbar ein Reinigungsmittel falsch zusammengemischt wurde. Die Tür zu einem Bereich, in dem der Boden damit grundgereinigt wurde, wurde anschließend ohne Lüften geschlossen. Als am Sonnabend der Bereich wieder geöffnet wurde, klagten Mitarbeiter über stechenden Geruch, Augen- und Atemwegsreizungen. Der kriminaltechnische Dienst stellte einen erhöhten Ammoniakgehalt in der Luft fest.

53 Personen wurden vor Ort medizinisch versorgt, 38 von ihnen wurden mit mehreren Rettungswagen und zwei Bussen in sechs verschiedene Krankenhäuser gebracht und dort ambulant weiter behandelt.

Darunter befanden sich auch elf Mitarbeiter des Dienstleistungsunternehmens GlobeGround, dass die Passagiere der Air Berlin abfertigt. Die meisten konnten bereits nach kurzer ambulanter Behandlung wieder entlassen werden. Ein Mitarbeiter der Feuerwehr sprach von "leichtesten Verletzungen".

Der Zwischenfall ereignete sich im Bereich der von Air Berlin genutzten Positionen 1 bis 3 im Tegeler Flugsteigring. Um 6.45 Uhr ging die erste Alarmmeldung bei der Berliner Feuerwehr ein, die mit zahlreichen Fahrzeugen und rund 50 Einsatzkräften zur Unterstützung der Flughafenfeuerwehr anrückte. Immer mehr Personen klagten über Beschwerden. Daraufhin wurde der leitende Berliner Notarzt alarmiert und im Innenring ein Zelt zur Erstbehandlung der Betroffenen aufgestellt.

Der Flugsteigring zwischen den Positionen A0 und A3 blieb bis gegen zwölf Uhr gesperrt und wurde belüftet. Der Flugbetrieb war nach Auskunft der Flughafengesellschaft zu keiner Zeit beeinträchtigt. Nennenswerte Flugverspätungen gab es nicht. Da der Sonnabend der verkehrsschwachste Tag ist, konnten alle Maschinen an anderen Positionen abgefertigt werden. Nun ermittelt die Polizei wegen des Verdachts der fahrlässigen Körperverletzung.

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