Flughafen BER : Senatskanzlei sucht Referent für Flughafenteam

Um das Chaos an der BER-Baustelle zu verstehen, hat die Staatskanzlei um Klaus Wowereit eine Referentenstelle ausgeschrieben. Gesucht werden Architekten und Bauingenieure mit guten Kenntnissen bei Kostenschätzungen.

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Wer blickt hier noch durch? Ein neuer Referent soll helfen, die BER-Baustelle in den Griff zu bekommen.
Wer blickt hier noch durch? Ein neuer Referent soll helfen, die BER-Baustelle in den Griff zu bekommen.Foto: dpa

Nach all den Pannen am neuen Hauptstadtflughafen BER in Schönefeld ist guter Rat teuer – auch in der Senatskanzlei von Berlins Regierendem Bürgermeister Klaus Wowereit (SPD). Der ist schließlich Vorsitzender des Aufrichtsrats der Flughafengesellschaft und musste den umtriebigen BER-Chef Hartmut Mehdorn schon mehrfach bremsen. Die Korruptionaffäre um einen Brandschutzplaner machte die Krise für alle sichtbar.

Nun soll Wowereit ein neuer Referent helfen, das Chaos auf der Baustelle zu verstehen. Die Senatskanzlei sucht laut einer Stellenausschreibung ab sofort einen Mitarbeiter. „Das Flughafenteam soll weiter verstärkt werden“, sagte Senatssprecher Bernhard Schodrowski dem Tagesspiegel.

Der neue Referent soll für Wowereit Analysen und Stellungnahmen „aus baufachlicher Sicht“ zur Fertigstellung des BER verfassen. Auch die Planung und Bausteuerung am BER „unter Berücksichtigung von Ausschreibungen“ der Flughafengesellschaft soll der Mitarbeiter begleiten, zudem Nachtragsforderungen von Baufirmen und Genehmigungsverfahren überprüfen sowie Anfragen beantworten.

Gesucht werden studierte Architekten und Bauingenieure mit sehr guten Kenntnissen „in Planungs- und Bauprozessen einschließlich Kostenschätzungen“, die sich auch mit Nachtragsforderungen und dem Vergaberecht auskennen.

Für den Job gibt es 3579 Euro brutto

Der Referent muss sich also für den Aufsichtsratschef um die zentralen Probleme am BER kümmern: um die Fertigstellung, die Eröffnung und um Kosten und um noch nicht einmal bezifferte Kosten. Zur Erinnerung: Aktuell belaufen sich die Kosten auf 5,7 Milliarden Euro. Eine Eröffnung zeichnet sich für 2016 ab, Mehdorn will sich aber erst Ende des Jahres festlegen. Der Job ist befristet bis Ende 2016, in diesem Jahr wird auch das Abgeordnetenhaus in Berlin neu gewählt.

Wer Interesse hat: Für den Job gibt es anfangs nach Entgeldgruppe E 14 für den öffentlichen Dienst in Berlin 3579 Euro brutto im Monat plus 1252 Euro Jahressonderzahlung. Bewerbungsschluss ist am 15. August.

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