Update

Flughafen Berlin-Brandenburg : BER-Eröffnungstermin 2017 steht weiter auf der Kippe

Die Zeit rennt, es wird immer knapp-BER: Ein interner Prüfbericht zeigt die Mängel. Es gibt nur noch eine theoretische Chance.

Kein Bauarbeiter läuft durchs Bild ... ideale Bedingungen für Fotografen.
Kein Bauarbeiter läuft durchs Bild ... ideale Bedingungen für Fotografen.Foto: dpa

Dass es knapp wird, dürfte bekannt sein. Nun berichtet auch die „Bild am Sonntag“, dass es für die Flughafen-Eröffnung Ende 2017 nur noch eine theoretische Chance gebe. Als Voraussetzung müssten gemäß dem geltenden Rahmenterminplan die Bauarbeiten bis Januar nächsten Jahres abgeschlossen sein, schreibt das Blatt. Hier aber drohe eine Verzögerung. So weise ein interner Prüfbericht der sogenannten Objektüberwachung vom 22. Juli eine „bauliche Fertigstellung“ erst „im April 2017 mit einer Tendenz in das 2./3. Quartal 2017“ aus. Und auch für 2018 war schon mal ein Engpass im Gespräch.

Um eine Freigabe vom Bauordnungsamt zu erhalten, müssten nach derzeitigem Stand noch knapp 73 Millionen Euro verbaut werden. Bei gleichbleibendem Tempo der Bauarbeiten würde das Fluggastterminal erst Ende 2017 fertiggestellt, heißt es in dem Bericht.

Noch am 18. Juli hatte sich Flughafenchef Karsten Mühlenfeld sicher gezeigt, den Eröffnungstermin Ende 2017 halten zu können. In den vergangenen Wochen habe es beim Bau des Airports an mehreren Abschnitten „große Fortschritte“ gegeben, sagte er. Dies betreffe auch die Entrauchungsanlage, die immer wieder für Rückschläge gesorgt hatte. Offiziell will sich Mühlenfeld erst im Oktober auf einen Eröffnungstermin festlegen, also nach der Berliner Abgeordnetenhauswahl am 18. September.

Die Verfasserin des Papiers habe als Subunternehmerin nicht den vollständigen Überblick über die Arbeiten am BER und verfüge nicht über den letzten Stand des Rahmenterminplans zur Inbetriebnahme, teilte die FBB am Nachmittag mit. Der Bericht spiegele somit nicht die Position der Flughafengesellschaft wider.

+++

Schmiergeld am BER? Korruptionsprozess beginnt. Die Vorwürfe der Staatsanwaltschaft wiegen schwer: Ein Ex-Bereichsleiter am BER soll von einem Mitarbeiter einer Auftragsfirma 150.000 Euro Bestechungsgeld erhalten haben.

20 Kommentare

Neuester Kommentar