Flughafen-Eröffnung erneut verschoben : Mit dem BER ist kein Start zu machen
15.08.2012 00:00 UhrDas Warten geht weiter – und auch die Geheimniskrämerei: Die Eröffnung des künftigen Berliner Großflughafens ist erneut verschoben worden. Weder Fluggesellschaften noch Passagiere können sich auf einen Eröffnungstermin einstellen. Sommer oder Herbst 2013 wird es nach Tagesspiegel-Informationen wohl werden. Den genauen Tag wollen die Planer erst auf der übernächsten Sitzung des Aufsichtsrates am 14. September mitteilen. Bereits am morgigen Donnerstag tagt das Gremium.
Ursprünglich hätte der neue technische Geschäftsführer der Flughafengesellschaft, Horst Amann, dann mitteilen sollen, ob der bisherige Termin – der 17. März 2013 – noch zu halten sein könne.
Amann überprüfe derzeit den Eröffnungstermin, sagte Flughafensprecher Ralf Kunkel. Derzeit gebe es keinen neuen Erkenntnisstand. Geplanter Eröffnungstermin sei weiter der 17. März.
Die Lufthansa drängt darauf, endlich einen Termin zu erhalten, der dann auch eine Eröffnung mit der erforderlichen Qualität ermögliche, sagte Oliver Wagner, der für die Berlin-Planung des Konzerns zuständig ist. Air-Berlin-Sprecher Uwe Berlinghoff sagte am Dienstag nur, von einer erneuten Terminverschiebung wisse er nichts. Und zu Spekulationen wolle er sich nicht äußern. Die angeschlagene Fluggesellschaft muss ihr für den BER-Flughafen vorgesehenes Erweitungsprogramm in Tegel absolvieren, obwohl der Flughafen darauf nicht ausgerichtet war.
Das Flughafen-Debakel in Bildern:
Die Sprecher der Länder wollten die Eröffnungsverschiebung nicht bestätigen. Doch die Berliner Wirtschaft zeigte sich extrem alarmiert über die erneute Verschiebung des Eröffnungstermins. Indirekt deutete die Industrie- und Handelskammer an, dass sie personelle Konsequenzen erwartet. „Sollte sich die erneute Verzögerung bestätigen, erschüttert dies nochmals erheblich das Vertrauen gegenüber dem Vorsitzenden der Geschäftsführung.
Inzwischen würde damit der Belastbarkeit von Zusagen durch Herrn Schwarz jegliche Grundlage entzogen“, sagte IHK-Präsident Eric Schweitzer dem Tagesspiegel. „Umso mehr ist es essenziell, dass der neue Termin, der von Herrn Amann zu benennen ist, auch eingehalten wird. Nur so erhalten die Gewerbetreibenden vor Ort und die Berliner Wirtschaft die dringend benötigte Planungssicherheit“, fügte er mit Blick auf den neuen Technik-Geschäftsführer hinzu. Insider rechnen damit, dass demnächst auch Schwarz gehen muss – mit einer hohen Abfindung.







































