Freiheit statt Angst : Demo gegen Datenmissbrauch in Mitte

Tausende Menschen werden am Samstag in Tiergarten zu einer bundesweiten Demonstration unter dem Motto "Freiheit statt Angst" erwartet.

Berlin„Es geht uns darum, ein Signal für die Informationsfreiheit zu setzen, gegen die Vorratsdatenspeicherung und Zensurbestrebungen der Regierung“, sagte der Künstler Padeluun vom Arbeitskreis Vorratsdatenspeicherung. Das Missbrauchspotenzial umfassender Datenspeicherung von Polizei und Behörden sei viel zu hoch, so die Datenschützer. Sie fordern die Rücknahme des Vorratsdatenspeicherungsgesetzes und der geplanten Zensur von Internetseiten.

Die Veranstaltung beginnt um 15 Uhr am Potsdamer Platz. Die Route verläuft über die Ebertstraße und Behrenstraße zum Bebelplatz und anschließend über den Spittelmarkt wieder zurück zum Ausgangsort. Insgesamt 165 Organisationen und Initiativen aus unterschiedlichen politischen Spektren unterstützen den Protest. Auch die Piratenpartei, die Linke, FDP und Grüne beteiligen sich an dem Aufruf. Nach der Abschlusskundgebung ist ein Live-Konzert mit der Reggae-Band Mono und Nikitaman geplant.

Die Demo ist Teil des internationalen Aktionstages „Freedom not Fear“, zu dem weltweit Proteste gegen Überwachung und Zensur von Bürgern erwartet werden. Vergangenes Jahr beteiligten sich in Berlin 20 000 Menschen. jra

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