Berlin : Freiwilligen-Tag: Zusammenrücken

Amory Burchard

Der Erste Berliner Freiwilligen-Tag findet trotz der Katastrophe in den USA statt. In Zeiten der Trauer und der Angst sollte die Gesellschaft näher zusammenrücken und Solidarität üben, sagt Carola Schaaf-Derichs vom Treffpunkt Hilfsbereitschaft. Am morgigen Sonntag bieten über 20 soziale Einrichtungen Aktivitäten an, bei denen Freiwillige ein Ehrenamt ausprobieren können. Organisiert wird der Aktions-Tag vom Paritätischen Wohlfahrtsverband und vom Treffpunkt Hilfsbereitschaft.

Die Hilfsmöglichkeiten zwischen 10 und 16 Uhr sind vielfältig: Schleifen binden bei der AIDS-Hilfe, Chorsingen im Ricam-Hospiz, Lebensmittel verteilen für die Berliner Tafel, Kiez aufräumen mit der AWO-Kreuzberg ... Alle Angebote können unter http://home.snafu.de/bln-freiwilligentag nachgelesen oder beim Treffpunkt Hilfsbereitschaft am heutigen Sonnabend von 9 bis 14 Uhr unter der Telefonnummer 2809 4596 erfragt werden.

Drei der geplanten Aktivitäten fallen aus: Der Landesjugendring kocht nicht mehr in Mitte, das Lindenhof-Fest der AWO ist abgesagt - damit fällt auch das Aufräumen am nächsten Morgen aus. Außerdem hat die Integrationskita in Neukölln ihre Aktivität zurückgezogen. Die Dankeschön-Party am Sonntagnachmittag für alle Helfer im Roten Rathaus (ab 17 Uhr) aber findet statt. Treffpunkt-Leiterin Schaaf-Derichs hofft, dass die Berliner auch unter dem Eindruck der Terrorangriffe "ihre Starre überwinden und mitmachen." Die New Yorker Freiwilligen-Agentur mit Sitz in Manhattan, die das Vorbild des Freiwilligen-Tages, den "Day of Caring" betreut, habe sie noch nicht erreichen können. Jedenfalls wolle man für die befreundete Organisation ein Spendenkonto einrichten.

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