Gericht kippt Verbot : Graffitifilm "Unlike U" darf wieder verkauft werden

26.10.2012 15:54 Uhrvon
  • Der Film "Unlike U" taucht ein in eine Szene, die für Außenstehende kaum nachvollziehbar ist. Foto: Promo
    Der Film "Unlike U" taucht ein in eine Szene, die für Außenstehende kaum nachvollziehbar ist. - Foto: Promo
  • Sieben Jahre lang haben die Filmemacher recherchiert, Interviews geführt, Bildmaterial gesichtet. Foto: Promo
    Sieben Jahre lang haben die Filmemacher recherchiert, Interviews geführt, Bildmaterial gesichtet. - Foto: Promo
  • Die Sprüher fotografieren ihre Arbeiten, lagern die Bilder aber nicht zu Hause - aus Angst vor Durchsuchungen der Polizei. Foto: Promo
    Die Sprüher fotografieren ihre Arbeiten, lagern die Bilder aber nicht zu Hause - aus Angst vor Durchsuchungen der Polizei. - Foto: Promo

Mit einer interessanten Begründung ließ die BVG den Graffitifilm "Unlike U" verbieten: Die Filmer hätten sich vor ihren illegalen Aktionen anmelden müssen. Nun kippte das Kammergericht die Entscheidung.

Die Berliner Graffiti-Dokumentation „Unlike U“ darf wieder verkauft werden. Das entschied das Kammergericht am Donnerstag. Im vergangenen Juni hatte das Landgericht die Doku nach Klage der Berliner Verkehrsbetriebe verboten. Nun betonte das Kammergericht laut einer Sprecherin der Filmemacher die künstlerische Freiheit. Der Film würde Straftaten nicht forcieren, sondern abbilden und erklären. Noch ist das Urteil nicht rechtskräftig.

Die Bundespolizei durchsuchte am Donnerstagmorgen 15 Wohnungen von Sprayern in Berlin, Potsdam und Falkensee und beschlagnahmte Computer, Speichermedien, Spraydosen und Zeichenbücher.

Elf Beschuldigte zwischen 20 und 31 Jahren sollen laut Polizei über 150000 Euro Schaden vor allem an Eigentum der Deutschen Bahn verursacht haben. 

Verboten sind „ungenehmigte Filmaufnahmen von Verkehrsmitteln bzw. Betriebsanlagen, soweit diese innerhalb dieser Verkehrsmittel oder Anlagen aufgenommen worden sind“, wie das Gericht mitteilte.

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