GRENZKRIMINALITÄT : Baumaschinenklau

WIRTSCHAFT

Wirtschaftsverbände und Unternehmen in der Grenzregion zu Polen klagen über den Diebstahl von Bau- und Landwirtschaftsmaschinen. 92 Unternehmer aus der Uckermark haben in einer Petition an Brandenburgs Landtag Hilfe gefordert. Seit 2007 sind 80 der Unternehmer mehrfach bestohlen worden. Der Schaden beläuft sich den Angaben zufolge auf 2,2 Millionen Euro.

STATISTIK

Dabei ist der Diebstahl von Baumaschinen laut Polizeistatistik sogar zurückgegangen. 2007 wurde 584 Maschinen in Brandenburg geklaut, 2010 waren es 175 Maschinen. Der durchschnittliche Schaden ist jedoch pro Maschine von 8000 Euro auf 22 000 Euro gestiegen.Die Zahl der gestohlenen Agrarmaschinen und -geräte stieg von 732 im Jahr 2007 auf 971 im Jahr 2010.

PRÄVENTION

Die Polizei weitet in der Grenzregion jetzt das Projekt „Künstliche DNA“ aus. Mit dem verstärkten Einsatz von künstlichen DNA-Markern sollen Diebe vom Autoklau abgeschreckt werden. Winzige, in der nur unter Schwarzlicht sichtbaren Farbe eingeschlossene „Microdots“ mit eingeprägter Nummer werden dazu im ganzen Auto angebracht. Desto mehr es sind, desto schwieriger soll es Tätern fallen, die DNA-Marker zu entfernen. Und sie sollen die Polizei über eine Internetdatenbank direkt zum Besitzer der gestohlenen Wagen oder Autoteile führen, die dort verzeichnet sind. Vorausgesetzt, die Autos oder deren Einzelteile fallen der Polizei bei Kontrollen in die Hände. Nach dem Start des Projekts in Frankfurt (Oder), wo 500 Marker-Sets kostenlos verteilt wurden, sollen auch Wagenbesitzer in Schwedt, Eisenhüttenstadt, Guben und Cottbus diese im Handel rund 80 Euro kostenden Sets erhalten. Die Erfolgsquote ist gut: Gut sichtbare Aufkleber auf den markierten Wagen warnen vor der DNA. In Frankfurt (Oder) ist laut Polizei seither noch keines dieser Autos aufgebrochen oder gestohlen worden. axf

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