Großprojekt : Neue Ideen für den Moritzplatz

Einst war er einer der belebtesten Plätze Berlins. Nach dem Weltkrieg blieben Brachen. Jetzt soll wieder Leben an den Moritzplatz. Der Liegenschaftsfonds verhandelt mit Investoren.

Das Geschäft für Bastelmaterial Modulor will im Bechsteinhaus an der Ecke Prinzenstraße ein „Kreativzentrum“ errichten. Auf etwa 14 000 Quadratmetern sollen so ein Knopfservice, eine Modellbauwerkstatt oder ein Innenausstatter Platz bekommen, dazu Veranstaltungsräume und ein Kindergarten. Insgesamt sollen etwa 25 Projekte in das Gebäude ziehen. Modulor selbst will seine Fläche von derzeit 3000 Quadratmetern auf 6000 verdoppeln. Derzeit ist das Geschäft für Papier, Stoff und andere Materialien in der Gneisenaustraße.

Etwa 200 Arbeitsplätze sollen alle Projekte zusammen schaffen. Bezirksbürgermeister Franz Schulz (Bündnis 90/Die Grünen) unterstützt das Vorhaben. Modulor möchte das Gebäude vom Liegenschaftsfonds kaufen, muss jedoch noch die Finanzierung sichern. Kauf und Ausbau kosten etwa 11 Millionen Euro. Modulor kann etwa drei Millionen Euro aufbringen. Den Rest sollen Banken beisteuern. „Wenn alles gut läuft, können wir Anfang 2010 einziehen“, sagt Geschäftsführer Christof Struhk.

Modulor soll nur den Anfang machen. Der Liegenschaftsfonds besitzt insgesamt vier Grundstücke am Moritzplatz. „Bei allen sind wir in Verhandlungen“, bestätigt eine Sprecherin. In das Elsnerhaus in der Oranienstraße will ein großer Musikhändler ziehen. Ein Hamburger Investor will gegenüber dem Bechsteinhaus auf der östlichen Seite der Prinzenstraße auf 17 000 Quadratmetern ein Einzelhandelszentrum errichten. mj

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