Haarige Angelegenheit : Pirat Delius lässt über seine Frisur abstimmen

Ist die Frisur von Martin Delius bürgerlich konform oder politisch? Natürlich letzteres, lautet die Antwort des Piraten auf eine Tagesspiegel-Glosse.

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Ja, es ist derselbe! Links Martin Delius im Jahr 2011, rechts im September 2015.
Ja, es ist derselbe! Links Martin Delius im Jahr 2011, rechts im September 2015.Fotos: PROMO, DAVIDS

„Haarscharf analyisert! Die Frisur ist politisch“, lautet die Reaktion des Abgeordneten Martin Delius auf die Glosse des Tagesspiegel-Redakteurs Thomas Loy. Der hatte am Sonnabend die Entwicklung von unangepasstem Langhaar zur gegelten Kurzhaarfrisur - ein Zeichen des „bürgerlichen Konformismus“ - des Piraten betrauert.

Wandlung eines politischen Freibeuters
Martin Delius, frisch gebürstet, anno 2011 als Piraten-AbgeordneterAlle Bilder anzeigen
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11.09.2015 17:07Martin Delius, frisch gebürstet, anno 2011 als Piraten-Abgeordneter

Auf seiner Homepage macht Delius sein Haar nun zur Bürgersache: „Als Abgeordneter verstehe ich mich auch als Dienstleister für die Menschen in der Stadt, und so will ich die Wahl meiner Frisur gerne daran orientieren, was Ihnen - liebe Wählerinnen und Wähler - gefällt.“ Dazu ein Link mit drei Frisuren von Delius - lang, mittel, kurz - der letzten Jahre. Die Umfrage sei natürlich unverbindlich. Ein Seitenhieb gegen das Land Berlin, dessen Umfragen, etwa zum Tempelhofer Feld, ebenso unverbindlich seien, ergo: nichts bewirkten. In seinem Blogpost will Delius zu einer Diskussion anregen, „welche Ansprüche an Beteiligungsplattformen“ gestellt werden müssen und ob sich Umfragen überhaupt lohnen, wenn „unliebsame Meinungen einfach ignoriert werden“. In der Tat, die Frisur ist politisch.

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