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Hauptstadt-Airport : Mehdorn: Flughafen BER ist doch nicht zu klein geplant

15.04.2013 20:02 Uhrvon
Doch nicht zu klein? Hartmut Mehdorn, Vorsitzender der Geschäftsführung der Flughafen Berlin Brandenburg GmbH, sprach am Montag auf dem Sonderausschuss zum BER.Bild vergrößern
Doch nicht zu klein? Hartmut Mehdorn, Vorsitzender der Geschäftsführung der Flughafen Berlin Brandenburg GmbH, sprach am Montag auf dem Sonderausschuss zum BER. - Foto: dpa

Ist Berlins künftiger Flughafen doch zumindest vorerst groß genug? Das behauptet zumindest BER-Chef Hartmut Mehdorn bei einer Sitzung des BER-Sonderausschusses. Klar wurde am Montag auch: Brandenburg ist mit dem Versuch, für den Alt-Flughafen in Schönefeld ein Nachtflugverbot einzuführen, gescheitert.

Es ist eine Ansage, an der man Hartmut Mehdorn messen wird: Der künftige Hauptstadt-Flughafen in Schönefeld ist nach Einschätzung des neuen BER-Vorstandschefs bei seiner Inbetriebnahme doch nicht zu klein geplant. Der BER habe für die nächsten „vier, fünf Jahre“ noch genügend Kapazitätspuffer, erklärte Mehdorn am Montag in einer Sitzung des BER-Sonderausschusses des Brandenburger Landtages. Damit widersprach er der CDU-Opposition in Brandenburg, Gutachtern wie Dieter Faulenbach da Costa, aber auch Aussagen des BER-Technikchefs Horst Amann aus der jüngeren Zeit, die Engpässe am BER schon zu Beginn prophezeit hatten.

Nach der Sitzung deutete Mehdorn an, dass die designierte neue BER-Finanzgeschäftsführerin Heike Fölster auch seine Wunschlösung wäre. Mehdorn geht davon aus, wie er auf Anfrage signalisierte, dass es mit der Bestellung der Neuen „klappt“. Die BER-Kapazitätsdebatte ist in den vergangenen Monaten heftig geführt worden. Nun kommt von Mehdorn, der als früherer Air-Berlin-Chef auch die Erwartungen der Fluglinien bestens kennt und sich nach einigen Wochen am Flughafen ein eigenes Bild verschafft hat, Entwarnung. „Der BER kann noch eine ganze Weile wachsen.“ Mehdorn sprach sich strikt dagegen aus, den Bau zusätzlicher Abfertigungskapazitäten im Zuge der verschobenen Eröffnung vorzuziehen und deshalb möglicherweise die Inbetriebnahme zu verzögern. Er verwies darauf, dass am Flughafen Tegel heute das Vierfache der ursprünglich geplanten Passagierzahlen abgefertigt würde. „Diese Debatte würde nur vom eigentlichen Thema ablenken, nämlich den BER so schnell wie möglich zu eröffnen.“ Alles, was dies verzögere, werde der Flughafen unterlassen, betonte Mehdorn.

Er machte deutlich, dass dies auch für die nötige Sanierung der aus DDR-Zeiten stammenden Nordbahn gelten solle, obgleich die Entscheidung darüber noch nicht getroffen ist. Es sei höchste Zeit, dass die Hauptstadt-Region mit dem BER endlich einen „Superflughafen“ bekomme, beschrieb Mehdorn seinen Kurs. „Solange wir den nicht haben, ist der Standard provinziell, sieht es aus wie bei Lumpi unterm Sofa.“ Bis „Mitte des Jahres“ soll Flughafen-Technikchef Horst Amann nach Worten Mehdorns seine Bestandsaufnahme der Bau- und Technikprobleme abgeschlossen haben. Im Kern handele es sich um Probleme der Funktionalität, der komplexen, beim BER zentral geplanten Steuerung der Systeme, sagte Mehdorn. „Und alle IT-Programme der Welt haben auch mit Trial and Error zu tun.“ Neben dem Beschleunigungsprogramm „Sprint“, bei dem für jedes Problem ein Verantwortlicher eingesetzt wird, will Mehdorn auch die Baustelle aufräumen. Etwa die Containersiedlungen, die Baufirmen dort errichtet hätten, brauche keiner mehr. Beim Thema Nachtflugverbot ist Brandenburgs jetzt unter anderem am Veto Berlins mit dem Vorstoß gescheitert, am Alt-Flughafen in Schönefeld ein Nachtflugverbot wie künftig am BER einzuführen.

Bisher ist ein 24-Stunden-Betrieb genehmigt, wird aber kaum praktiziert. Berlin hatte Bedenken geäußert, dass verspätete Tegel-Flieger keinen nahen Ausweich-Landeplatz mehr hätten. Nun bleibt es in Schönefeld (Alt) beim 24-Stunden-Regime. Unabhängig davon will Brandenburg am BER eine Ausweitung des Nachtflugverbots durchsetzen. Flughafen-Staatssekretär Rainer Bretschneider wollte in dem Scheitern des jetzigen Vorstoßes kein schlechtes Omen für die Verhandlungen darüber sehen. Berlin und der Bund haben aber bereits klargestellt, dass es aus ihrer Sicht keinerlei Spielraum gibt.

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