Heftiger Streit mit Mehdorn : BER-Technikchef Horst Amann droht Rauswurf

Der erst im vergangenen August als Retter geholte Technik-Geschäftsführer Horst Amann steht dicht vor einer Ablösung. Offenbar trete er dem Flughafenchef Mehdorn zu sehr auf die Bremse, so ein Insider. Eine Trennung würde aber teuer.

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Streit um den Flughafen. Zwischen Technikchef Horst Amann (l.) und Flughafenchef Hartmut Mehdorn gibt es laut Insidern heftigen Krach.
Streit um den Flughafen. Zwischen Technikchef Horst Amann (l.) und Flughafenchef Hartmut Mehdorn gibt es laut Insidern heftigen...Foto: dpa

Berlin - Am BER-Flughafen könnte sich das Personalkarussell bald weiterdrehen. Nach Tagesspiegel-Informationen steht der erst im vergangenen August als Retter beim verkorksten Flughafenbau geholte Horst Amann dicht vor einer Ablösung. Zwischen ihm und dem danach im März 2013 verpflichteten Flughafenchef Hartmut Mehdorn gebe es heftigen Krach, sagte ein Insider. Mehdorn wolle den Flughafen „schnell und sicher“ eröffnen, Amann dagegen trete weiter als Bedenkenträger auf. Amann ist noch immer mit einer „Bestandsaufnahme“ beschäftigt, die er erst Ende des Jahres abschließen will. Mehdorn dagegen liebäugelt damit, zumindest den Nordpier des BER bereits im Herbst in Betrieb zu nehmen.

Seit Amanns Antritt hat sich auf der Baustelle so gut wie nichts bewegt. Insider werfen ihm sogar vor, die Baustelle „verlottert“ zu haben, obwohl er Anfang des Jahres den Etat für Stillstands-, Planungs- und Bewachungskosten auf 20 Millionen Euro verdoppelt habe.

Mehdorn hat auch bereits Entscheidungen von Amann korrigiert. So hat Mehdorn den von Amann abgezogenen Projektleiter für den BER-Bau ins „Sprint- Team“ zurückgeholt, das die Aufgabe hat, die Arbeiten zu beschleunigen.

Amann war vor allem auf Betreiben des Bundesverkehrsministeriums zum BER gekommen. Das Verhältnis zu den anderen Gesellschaftern, Berlin und Brandenburg, gilt als extrem angespannt, seit Amann kurzfristig im Alleingang den Eröffnungstermin 27. Oktober 2013 gekippt hat. Eine Trennung würde aber teuer, denn Amann hat einen Vertrag für fünf Jahre erhalten. Klaus Kurpjuweit

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