Berlin : Heute nur Busse auf dem Ku’damm Boulevard wird wegen Dreharbeiten gesperrt

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Wegen Dreharbeiten für „Der Rote Kakadu“, den neuen Film von Regisseur Dominik Graf, wird der Kurfürstendamm zwischen Olivaer und Adenauerplatz heute von 8 bis 16 Uhr beidseitig gesperrt. BVGBusse können den Abschnitt passieren, eventuell müssen sie hin und wieder einige Minuten stoppen. Das Bezirksamt und die Verkehrslenkung der Polizei haben die Sperrung der stark befahrenen Straße genehmigt. Kassiert wird dafür nur wenig: 51,13 Euro fließen in die Bezirkskasse, sagte der stellvertretende Leiter des Ordnungsamtes, Christian Ehme. Die Gebühr sei einheitlich pro Drehtag und Standort, egal ob der Kudamm oder eine unbedeutende Gasse gesperrt werde. Da die Filmfirma auch für die Parkplätze zahlen muss, die an diesem Tag nicht belegt werden können, lautet die Gesamtrechnung über 1070 Euro inklusive Gebühren. „Berlin ist eine filmfreundliche Stadt“, sagte Ehme.

Immerhin gibt es keine komplette Abriegelung wie am Wochenende in Prenzlauer Berg. Dort hatte man die Kopenhagener Straße für das „Kakadu“-Projekt mit einer Mauer in West und Ost geteilt, das Styropor-Bauwerk wurde aber bereits wieder abgerissen. Heute steht eine Straßenszene mit Passanten und dem Hauptdarsteller Max Riemelt auf dem Drehplan. Der Film spielt 1961, Hauptdrehort ist allerdings nicht Berlin, sondern Dresden. Das deutet schon der Titel an: „Der Rote Kakadu“ war zu DDR-Zeiten ein legendäres Tanzlokal in der Elbe-Stadt. Produziert wird der Film von der Berliner Firma X-Filme, von der schon der Erfolgsfilm „Good bye, Lenin!“ stammte. Schilderte dieser die Veränderungen in der DDR-Gesellschaft unmittelbar nach dem Mauerfall, so thematisiert „Der Rote Kakadu“ das Aufbegehren der Jugend der DDR am Vorabend des Berliner Mauerbaus. ac/Ha

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