Berlin : Hyperventiliert

Werner van Bebber

hält Berlin für eine verkannte Windenergie-Metropole Gut, dass es einer sagt: Berlin sei „das letzte Bundesland“ ohne Windräder, klagt der SPD-Umweltfachmann Daniel Buchholz. Das dürfe in Zeiten abnehmender Brennstoff-Reserven nicht so bleiben. Tatsächlich gibt es auch in einer so großen Stadt wie dieser Leute, die den Horizont nur ertragen, wenn er zugestellt ist. Die finden dann heraus, dass es in Berlin noch Flächen gibt, auf denen man aufragende Rotoren errichten könnte. Nicht im Tiergarten, dort wird gegrillt, auch nicht auf dem Mittelstreifen der Stadtautobahn, was optisch erträglich wäre, aber technisch sinnlos ist, weil die Rotoren intensiv gewartet werden müssen. Wo aber sonst? Vor dem Abgeordnetenhaus und dem Reichstag? Man macht die Fenster auf – und die Rotoren drehen sich? Erst soll die Verwaltung berechnen, wie viel vom städtischen Energiebedarf die Rotoren decken könnten. Damit wäre die Sache so gut wie erledigt – optischer Umweltschutz auf dem Verwaltungsweg.

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