Jupiter Ascending : Von der Putzfrau zur Weltenretterin

Eine Putzfrau rettet die Welt: Am 5. Februar kommt der neue Film der Matrix-Macher in die Kinos. Unser Autor hat ihn sich für euch angesehen. Begeistert war er nicht.

Cyrill Callenius
Da fällt das Einparken schwer
Da fällt das Einparken schwerFoto: Pressefoto

Ein Mädchen wird mitten auf dem Meer geboren, ohne Land, ohne Vater, die Sterne strahlend über sich. Sie heißt Jupiter Jones. Als erwachsene Frau träumt Jupiter von den Sternen, ihr Alltag bleibt dahinter aber leider zurück: Sie ist Putzfrau.

Ihr Leben ändert sich dramatisch, als plötzlich fremde Wesen bei ihr auftauchen und versuchen, Jupiter umzubringen. Die wird dann aber, ebenso plötzlich, von einem Ex-Soldat namens Caine gerettet. Caine erzählt ihr auch, was es mit ihrer Herkunft auf sich hat. Als sie das erfährt, stellt sie den Mopp in die Ecke und schwingt sich auf, das Universum zu retten.

„Es zählt nicht was ihr tut, sondern was ihr seid“ - Na wenn das so ist

Die Wachowski-Geschwister (Matrix, Cloud Atlas) bringen mit Jupiter Ascending einen weiteren Science-Fiction-Film in die Kinos. Doch was es bei Matrix und bei Cloud Atlas gab, vermisst man hier größtenteils: Eine gute Geschichte. Es gibt zwar einige interessante Aspekte in der Story, doch insgesamt ist das Ganze plump, langweilig, 08/15.

Coole Sprüche wie „Wir brauchen einen Plan!“, „Wir brauchen Feuerkraft!“ wirken zwar, wenn gut platziert, in Actionfilmen immer nett, aber dieser Film verliert sich in dem Anspruch, mehr sein zu wollen. Das führt zu Phrasendrescherei: „Es zählt nicht was ihr tut, sondern was ihr seid.“ Na wenn das so ist.

Auch die Explosionen helfen leider nicht

Channing Tatum (Magic Mike) spielt Caine durchaus überzeugend und auch Mila Kunis überzeugt als Jupiter. Aber tragen können die beiden den Film nicht. Und obwohl der Film so einiges abfackelt und explodieren lässt, kommt kein wirklicher Spaß auf. Von den Wachowski-Geschwistern kann man eigentlich mehr erwarten - aber im Film wird richtig angemerkt: Vertrauen ist eine Illusion. Wer es bis zum nächsten Star Wars nicht mehr aushält, und unbedingt einen Science-Fiction-Film sehen will, kann sich Jupiter Ascending trotzdem ansehen. Für alle anderen lohnt sich der Kinobesuch aber nicht.

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