Keanu Reeves in Action : John Wick braucht keine Handlung, ihm reicht sein Maschinengewehr

Ab dem 29. Januar ballert sich Keanu Reeves als John Wick seinen Weg quer durch das Mafiamillieu. Warum? Um seinen toten Hund zu rächen. Naja. Dass bei dem Feldzug auch von der Handlung nicht viel übrig bleibt, ist aber okay, findet unser Autor. Er hat sich den Film für euch angesehen.

Cyrill Callenius
Vermisst seinen Hund: Deshalb greift John Wick zur Maschinenpistole.
Vermisst seinen Hund: Deshalb greift John Wick zur Maschinenpistole.Foto: Promo

Es regnet, Männer in schwarzen Anzügen mit schwarzen Regenschirmen stehen vor einem schwarzen Sarg der gerade in der Erde verschwindet. Einer der Männer ist John Wick, im Sarg liegt seine Frau. Ein alter Freund erklärt ihm, er solle nicht versuchen dem Leben einen Sinn zu geben, es sei nur eine Aneinanderreihung von Tagen. Doch als John sich selbst schon fast aufgegeben hat, bekommt er ein letztes Geschenk seiner Frau zugestellt, einen kleinen Hund, in dem er eben diesen Sinn sieht. Wick schließt den Hund ins Herz, er wird sein einziger Vetrauter.

Ist John Wick gut oder böse? Man weiß es nicht

Diese Zeit endet schlagartig, als der Sohn eines Mafiosi den kleinen Hund umbringt und Wicks Auto klaut. Aber John Wick ist nicht irgendjemand, sondern der ehemalige beste Killer der Mafia. Und so beginnt die klassische Rache-Story mit Ein-Mann-Armee. John Wick, der dem Film seinen Namen gibt, wird verkörpert von Keanu Reeves, der es schafft, diesen bösen Mann sympathisch erscheinen zu lassen.

Der Spalt zwischen gut und böse macht den Charakter Johns interessant. Das meint auch der Produzent Basil Iwanyk wenn er fragt: „Ist John Wick ein durch und durch böser Mann, der sich geändert hat? Oder ist er in Wahrheit ein guter Mann, der früher nur schlimme Dinge getan hat?“

Dieser Film kommt heraus, wenn Stuntmen Regie führen

Doch nicht nur Keanu Reeves, auch die anderen Schauspieler wissen durchweg zu gefallen. Sei es Willem Dafoe als Auftragskiller oder auch Alfie Allen als verschwenderischer Sohn des Mafiabosses.

An brachialen Actionszenen spart der Film zum Glück nicht. Wick ballert sich seinen Weg mithilfe vollautomatischer Waffen frei und findet immer wieder unterhaltsame Wege, seine Gegner zu erledigen. Die Choreographien der Kämpfe sind gut gelungen und die Actionszenen gut inszeniert.

Das kann man bei einem Regisseur wie Chad Stahelski aber auch erwarten: Stahelski hat, zusammen mit David Leitch, einem der Produzenten des Films, die Firma 87Eleven gegründet. Diese greift Machern von Actionfilmen bei Kampfchoreographien mit Stuntkoordinatoren und Doubles unter die Arme. „Als Stuntleute sind wir ohnehin kleine Filmemacher“, meint David Leitch.

Für Actionfans Pflicht

„Wir inszenieren, drehen und schneiden die Stuntszenen, die wir den Produzenten anbieten, obendrein geben wir den Schauspielern klare Anweisungen, wie sie sich vor der Kamera bewegen müssen, und lernen in Gesprächen mit Hollywoods besten Kameraleuten viel über deren Arbeit.“ Bei solchen Machern ist klar: von der Story ist nicht viel zu erwarten. Aber als Actionfilm ist John Wick rundum gelungenes Unterhaltungskino mit einer Topbesetzung. Für Actionfans Pflicht!

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