Berlin : Kabelklau und Baum stoppen die S-Bahn Auch die Strecke nach Potsdam betroffen

Berlin/Potsdam - Kabeldiebstähle, ein defektes Signal und ein Baum, bei dem die Gefahr bestand, dass er aufs Gleis stürzt, führten am Dienstag bei der S-Bahn erneut dazu, dass Tausende von Fahrgästen ihr Ziel verspätet erreichten. Am Morgen musste der Verkehr von und nach Potsdam unterbrochen werden, weil an der durch den Wald führenden Strecke ein Baum umzustürzen drohte. Er musste gefällt werden. Von 9.40 Uhr bis etwa 13.30 Uhr fuhren zwischen Wannsee und Griebnitzsee nur Busse. Während der Sperrung war Potsdam vom Bahnverkehr von und nach Berlin weitgehend abgehängt. Durchgehende Verbindungen gibt es derzeit nur bei der S-Bahn, die Strecke der Regionalbahn ist wegen Bauarbeiten zwischen Charlottenburg und Wannsee unterbrochen. Nicht betroffen war der Verkehr der Regionalbahn zwischen Wannsee und Potsdam.

Zu Ausfällen und Verspätungen führte bereits in der Nacht zu Dienstag ein Kabeldiebstahl zwischen den S-Bahnhöfen Landsberger Allee und Greifswalder Straße. Dort war nach Angaben der Bundespolizei ein Weichenkabel entwendet worden. Die Tat geschah kurz nach Mitternacht; die Bundespolizei sei aber erst gut zwei Stunden später informiert worden. Die Suche per Hubschrauber nach den Tätern blieb erfolglos. Gestohlen wurden rund 16 Meter Kabel.

Die Züge der Ringbahn konnten auch in der Hauptverkehrszeit am Morgen nur alle zehn statt alle fünf Minuten fahren; die Linie S 9 fuhr vom Flughafen Schönefeld nur bis Treptower Park statt nach Pankow. Wegen einer Signalstörung am Ostkreuz gab es am Vormittag dann auch noch auf den Linien S 5, S 7 und S 75 Verspätungen und Zugausfälle. Insgesamt gab es über Pfingsten vier Kabeldiebstähle an Anlagen der Bahn. kt

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