Kiezkultur : Es gibt Hoffnung fürs Yaam und die Prinzessinnengärten

Für das Kulturprojekt Yaam ist offenbar ein neuer Standort gefunden worden. Und die Prinzessinengärten dürfen wahrscheinlich bleiben.

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Was wird aus dem Yaam?
Was wird aus dem Yaam?Foto: dapd

Ein weiterer Schritt ist getan, damit das „Yaam“ in Friedrichshain nicht schließen muss, auch die „Prinzessinengärten“ am Kreuzberger Moritzplatz können aufatmen. Der Aufsichtsrat des Liegenschaftsfonds stimmte dafür, zwei Grundstücke an den Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg zurückzugeben. Ein Grundstück nahe der Schillingbrücke in Friedrichshain, soll ab 2014 von dem Kulturprojekt „Yaam“, dem Young African Art Market, bezogen werden können. Dieses hat seinen Sitz derzeit noch auf dem Gelände am Stralauer Platz 35, das der Spanischen Immobilienfirma „Urnova“ gehört. Diese hatte dem Jugend- und Kulturclub im Oktober gekündigt und ihm 60 Tage Zeit gegeben, das Grundstück zu räumen. Ob diese Frist nun bis zum Umzug verlängert wird, ist noch unklar. Das „Yaam“ war am Stralauer Platz bislang immer nur Zwischenmieter mit befristeten Verträgen von höchstens sechs Monaten.

Die Prinzessinengärten am Moritzplatz freuen sich, denn die Wahrscheinlichkeit, dass sie bleiben dürfen, sei nun deutlich gestiegen, sagte der Geschäftsführer Robert Shaw. Seit 2009 wird auf dem ehemaligen Wertheim-Gelände durch die gemeinnützige „Nomadisch Grün GmbH“ gegärtnert. Auf 6000 Quadratmetern werden in mobilen Beeten etwa Kohl, Salat oder Tomaten angepflanzt. Der Mietvertrag mit dem Liegenschaftsfonds laufe in zehn Monaten aus, sagt Shaw. Der Bezirk hatte sich in der Vergangenheit mehrfach für den Verbleib der Prinzessinnengärten ausgesprochen.

Damit die Sache spruchreif wird, müssen aber noch Senat und Abgeordnetenhaus zustimmen.

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Yaam vor dem Aus

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