Konfetti-Anfrage in Neukölln : Franziska Giffey und der Lachflash

Gute Laune braucht's doch in der Politik. Irgendwie charmant also, dass Franziska Giffey am Rednerpult gar nicht mehr aufhören konnte zu lachen. Der Grund war eine Konfetti-Anfrage.

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Gut gelaunt: Neuköllns Bezirksbürgermeisterin Franziska Giffey (SPD).
Gut gelaunt: Neuköllns Bezirksbürgermeisterin Franziska Giffey (SPD).Foto: Thilo Rückeis

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Die Law&Order-Politik in Neukölln gerät außer Kontrolle. Und die Bezirksbürgermeisterin auch. Gestatten: Der Pilot unserer neuen Serie “Große und Kleine Anfragen & andere Weltprobleme”. Erster Akt: Die CDU hat ein neues Problem ausgemacht. Der Gebrauch von Konfetti und Sekt und “anderen Aluartikeln” von Hochzeitsgesellschaften. Wie, will die CDU wissen, bewertet das Bezirksamt die Reste dieser Hochzeitsnebenprodukte vor dem Standesamt Blaschkoallee? Was kann man dagegen tun? Wer übernimmt die Reinigungskosten, und: Welche Maßnahmen könne man den Hochzeitsgesellschaften auferlegen, “damit der Vorplatz sauber bleibt”?

Cut. Nächste Szene: Die Bezirksbürgermeisterin tritt ans Rednerpult. Qua ihres Amtes will Franziska Giffey die Große Anfrage ordnungsgemäß beantworten. Doch dann: Lachflash. Sie versucht es, setzt nochmal an. Doch die Lachattacke ist zu stark. Höhere Gewalt. Giffey ist kaum mehr in der Lage zu sprechen. Und der Rest der ehrenwerten Versammlung macht mit. Die CDU: sauer. Doch da: Auf einen ist Verlass! Thomas Licher von der Linken hat etwas zu sagen: Wenn man jetzt auch noch Sicherheitspersonal zum Kontrollieren der Putzaktivitäten von Hochzeitsgesellschaften abstellen soll, gerät die Law&Order-Politik außer Kontrolle! Recht hat er. Der Vorhang fällt. Konfetti!

Sabrina Markutzyk ist Social-Media-Chefin beim Tagesspiegel und Chefredakteurin des Online-Magazins neukoellner.net. Als sie nach Neukölln zog, kostete das WG-Zimmer 180 Euro und ein Sterni im Späti gab es für 30 Cent.

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