Letzter Bundesliga-Spieltag : Mainz bleibt...

Für Hertha BSC geht es am letzten Spieltag in den Südwesten. Christian Tretbar über den Ort, der Berlins Schicksal bestimmen wird.

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Hertha BSC muss am Samstag bei Mainz 05 antreten.
Hertha BSC muss am Samstag bei Mainz 05 antreten.Foto: picture alliance / dpa

Die Zukunft Berlin-Brandenburgs liegt am Rhein. Nein, es geht nicht um Bonn-Berlin und so weiter. Es geht auch nicht um die Exil-Kölner in der Hauptstadt. Es geht um Mainz. Ja, das kleine, beschauliche Städtchen am Rhein, dessen Großteil zu Rheinland-Pfalz gehört bis auf die Enklave Mainz-Kastel, die hessisch ist. Die Zukunft Berlin-Brandenburgs hängt aber nicht deshalb von Mainz ab, weil es dort eine Berliner Siedlung gibt, deren Hausfassaden langsam bröckeln – drei Hochhäuser im Charme des (unsanierten) Märkischen Viertels.

Nein, es hat mit dem FSV Mainz 05 zu tun. Der Verein war mal die graue Maus der zweiten Liga (sorry, VfL Bochum!), bis ein gewisser Jürgen Klopp – nicht als Spieler, aber als Trainer – den Verein nach oben führte. Klopp ist längst auf der Insel, der FSV ist noch da. Dort muss Hertha BSC am Samstag antreten und um die Krönung einer Saison spielen, an deren Ende der sichere oder nur halbsichere Europapokalplatz steht. Aber damit nicht genug: Die zweite Mannschaft vom FSV spielt bei Energie Cottbus. Eine Niederlage kann den Abstieg der Lausitzer aus der dritten Liga bedeuten. Und wenn es schiefgeht? Für Berlin? Für Cottbus? Für die Region? Dann kann man dem berühmtesten Mainzer DJ, Psycho Jones, die Meinung geigen. Der legt nämlich im White Trash auf. Aber erst am 11. Juni. Und wenn es klappt? Kann man erst recht hingehen.

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