Linksextremismus in Berlin : Neubauten in Berlin wurden wieder attackiert

Wieder haben Unbekannte Neubauten in Berlin attackiert, dieses Mal in Mitte. Die Linksextremisten haben Farbflaschen und vermutlich Steine auf die kürzlich fertiggestellten „Choriner Höfe“ geworfen.

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Erneut haben Linksextremisten am Dienstag gegen 2.40 Uhr einen hochwertigen Neubau in Mitte attackiert. Auf die kürzlich fertiggestellten „Choriner Höfe“ in der Choriner Straße sowie auf einen Bau in der angrenzenden Zehdenicker Straße wurden Farbflaschen und vermutlich Steine geworfen. Mehrere Scheiben und die Fassaden wurden beschädigt. Anschließend flüchteten die Gruppe, die zudem die Frontscheibe eines geparkten Porsche beschädigt hatte. Zeugen berichteten von vier bis acht Vermummten, die in umliegenden Straßen auch so genannte Krähenfüße ausgelegt hatten. An den Stahldornen hat sich laut Polizei jedoch keine Funkstreife die Reifen kaputt gefahren. Krähenfüße sind in der linksextremistischen Szene ein Mittel, um Polizeiautos an der Verfolgung zu hindern. Der für politische Delikte zuständige Staatsschutz hat die Ermittlungen übernommen.

Die Linksextremisten haben ihre Taktik geändert

Am 18. April war im Internet eine „Berliner Liste“ veröffentlicht worden mit Adressen von Neubauprojekten, Maklern, Hausverwaltungen, Gerichten etc. Laut Polizei gab es bislang 16 Straftaten, die einen Zusammenhang damit haben – entweder stehen die Objekte auf der Liste oder auf der Seite wurden Bekennerschreiben veröffentlicht. Auffällig sei, dass es kaum noch politisch motivierte Autobrandstiftungen gibt, die Linksextremisten haben ihre Taktik geändert, hieß es bei der Polizei. Die „Choriner Höfe“ stehen nicht auf der Liste.

Die Staatsanwaltschaft hat zwar ein Ermittlungsverfahren wegen „öffentlicher Aufforderung zu Straftaten durch Verbreiten von Schriften“ eingeleitet – die Liste ist jedoch weiterhin im Internet zu finden. Schon im Mai hatte die Justiz mitgeteilt, dass die Abschaltung der Seite nicht einfach sei, da der Server in Italien stehe.

Dass es möglich ist, linksextreme Internetseiten abzuschalten, hat kürzlich ein Hamburger Schauspieler bewiesen. Dieser hatte sich über ein Bekennerschreiben zu einem Anschlag auf seine Villa so geärgert, dass sein Anwalt eine Löschung einer bekannten Seite erreichte, auf der vor allem Selbstbezichtigungen publiziert wurden.

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