Mahnwache vor dem Kanzleramt : Xavier Naidoo redet, der NPD-Chef hört zu

Verschwörungstheoretiker aus dem rechten Milieu haben am Tag der Deutschen Einheit vor dem Kanzleramt demonstriert. Mit dabei auch der bekannte Sänger Xavier Naidoo.

Jörn Hasselmann
Xavier Naidoo
Xavier NaidooFoto: picture alliance / dpa

„Reichsbürger“, Kondensstreifen-Verängstigte, Verschwörungstheoretiker, ein NPD-Chef und ein bekannter Sänger mit indischem Migrationshintergrund: Es war eine wilde Mischung, die sich am Tag der Einheit auf der Wiese vor dem Kanzleramt tummelte. Aufgerufen hatten Menschen, die der Ansicht sind, dass die Bundesrepublik gar nicht existiert, sondern das Deutsche Reich fortbesteht, sogenannte „Reichsbürger“ – eine Art Sekte im rechtsextremen Milieu. Berlins NPD-Chef Sebastian Schmidtke sah ebenfalls nach dem Rechten, ohne etwas auf der Bühne zu sagen. Dafür sagte Xavier Naidoo zum Beispiel: „Ich mache alles aus Liebe.“ Naidoo ist zuletzt mit allerlei Verschwörungstheorien aufgefallen, auch in seinen Songs. Eine beliebte Theorie ist, dass Geheimmächte aus Flugzeugen heraus die Bevölkerung vergiften – deshalb die Kondensstreifen.

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