Marzahn-Hellersdorf : Berliner AfD-Politiker findet kein Büro

Der AfD-Abgeordnete Gunnar Lindemann sucht in Marzahn-Hellersdorf nach einer Immobilie für sein Wahlkreisbüro und bekommt viele Absagen.

Lisa McMinn
In Marzahn-Hellersdorf holte die AfD mit 23,6 Prozent die meisten Zweitstimmen.
In Marzahn-Hellersdorf holte die AfD mit 23,6 Prozent die meisten Zweitstimmen.Foto: dpa

Der zukünftige AfD-Abgeordnete Gunnar Lindemann, der Ende nächster Woche ins Abgeordnetenhaus einzieht, findet kein Büro in seinem Bezirk Marzahn-Hellersdorf. „Leider haben wir feststellen müssen, das viele Vermieter nicht an demokratisch gewählte AfD-Abgeordnete vermieten möchten“, schreibt Lindemann auf der Facebook-Seite des Bezirksverbands. Mehrere Immobilien habe er bereits angefragt, aber keine Antwort bekommen. Von seinem Bürgerbüro hat Lindemann ganz genaue Vorstellungen: „Kein Ladenlokal, nicht Erdgeschoss – wegen der Vandalismusgefahr“, sagt er.

Besonders interessiert war er an einem Büro im Vitahaus, einem Gewerbehaus mit Ärztezentrum, in der Marzahner Havemannstraße. Simone Maurer von der Hausverwaltung erklärt: „Wir haben Herrn Lindemann bereits vor drei Wochen per E-Mail mitgeteilt, dass wir Umbauarbeiten haben und deshalb keine Räumlichkeiten zur Verfügung stehen.“

AfD bekommt wohl Stadtrat für Bürgerdienste und Facility Management

Derweil hat die AfD-Fraktion der Bezirksverordnetenversammlung einen Stadtratskandidaten bestimmt, will den Namen aber nicht bekannt geben. Für den Posten war der zukünftige Verordnete Manfred Bittner im Gespräch gewesen, der aber wegen seines Alters für den Posten ungeeignet ist. Bittner wollte sich zu der Wahl nicht äußern. Aus politischen Kreisen deutet sich an, dass der AfD-Stadtrat für das Ressort Bürgerdienste und Facility Management zuständig sein könnte.

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