Marzahn-Hellersdorf : Demo der Rechten beendet

Die Demo der Rechten in Marzahn ist beendet. Sie wurden von zahlreichen Gegendemonstranten mehrfach blockiert. Alle Entwicklungen im Newsblog zum Nachlesen.

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Neonazis sammeln sich zur Demo.
Neonazis sammeln sich zur Demo.Foto: Jörn Hasselmann

+++ Ende: Die Rechten haben ihre Abschlusskundgebung und damit die Demo beendet. Die Polizei wird Rechte wie Linke bei der Abreise begleiten.

+++ Angekommen: Die Neonazis haben den S-Bahnhof Marzahn ohne große weitere Störungen erreicht, dabei wurden sie aber von kleinen Gruppen Gegendemonstranten begleitet.

+++ Mehr geworden: Die Zahl der rechten Teilnehmer ist auf 300 angewachsen.

+++ Kurz vor dem Ziel: Die Rechten sind nun an der Ecke Allee der Kosmonauten/Landsberger Allee. Es ist nicht mehr weit bis zum S-Bahnhof Marzahn.

+++ Neonazis brechen aus: Mehrere Zeugen berichten bei Twitter, das Teilnehmer der rechten Demo wiederholt aus dem Zug ausgebrochen seien und Gegendemonstranten angegriffen hätten.

Zickzackroute: Die Neonazis biegen nun offenbar in die Gothaer Straße ein Richtung Eisenacher Straße. Dabei skandieren Sie "Hier marschiert der nationale Widerstand". Es geht Richtung Wuhletal. An der Spitze befinden sich rund 50 Gegendemonstranten, die den Zug aufhalten wollen. Sie werden aber von der Polizei relativ harsch weggestoßen. Auch im Wuhletal gibt es schon wieder kleinere Blockaden. Das Ziel scheint aber weiterhin der S-Bahnhof Marzahn zu sein.

+++ Neonazis in Bewegung. Der Zug der Rechten bewegt sich offenbar Richtung Cottbusser Platz, berichten Beobachter bei Twitter. Die Rechten schwenken dabei verschiedene Fahnen, neben der schwarz-rot-goldenen auch schwarz-weiß-rote. Eine Kundgebung der Gegendemonstranten vor der Alice-Salomon-Hochschule ist offenbar beendet.

+++ Route verlegt: Weil die Gegendemonstranten erfolgreich die Route blockieren, haben Polizei und Veranstalter der rechten Demo die Route nun verlegt. Die Neonazis laufen nun über die Alte Hellersdorfer Straße. Das Ziel ist derzeit noch ungewiss, dass die Rechten ihre ursprüngliche Destination, den S-Bahnhof Marzahn, allerdings weiterhin ansteuern können, erscheint aktuell unwahrscheinlich. Momentan sind die Linken mit rund 400 Demonstranten in vielen kleinen Gruppen etwa doppelt so viele wie die Rechten.

+++ Schwer beschäftigt: Die Polizei hat mit den vielen kleinen Blockaden viel zu tun. Die Neonazis können deshalb derzeit nicht loslaufen. Angeblich seien nun weitere Beamte angefordert worden, weil die 550 Beamten im Einsatz der Blockaden nicht Herr werden. Eine kleinere Sperre lösten Polizisten gerade mit Hunden auf. An vielen anderen Stellen dagegen lässt die Polizei die Blockierer gewähren und steht bloß daneben.

+++ Blockade wird geräumt: Die Polizei räumt jetzt die Blockade der Linken in der Zossener Straße. Zuvor hatten die Beamten die rund 50 Gegendemonstranten eingekesselt und überprüft.

+++ Noch eine Sachbeschädigung in der letzten Nacht: In Marzahn haben Unbekannte offenbar in der vergangenen Nacht noch eine weitere Sachbeschädigung begangen. Gegen 0.20 Uhr stellte ein Mitarbeiter einer Sicherheitsfirma fest, dass die Gedenktafel an einem geschichtsträchtigen Haus in der Landsberger Allee mit einer bitumenartigen Masse beschmiert worden war.

+++ Samba in Marzahn: Auch die Neonazis wippen offenbar zur Musik der Gegendemonstranten.

+++ Linke werden überprüft: Die Polizei überprüft nun mehrere Gegendemonstranten entlang der Strecke. Der Zug der Rechten steht aber noch. Ein Polizeisprecher teilte mit, es habe Festnahmen am Rande der Demos gegeben, bisher sei es aber nicht zu direkten Auseinandersetzungen zwischen Rechten und Linken gekommen.

+++ Rechte Plakate entrollt: Während ein Plakat der Gegendemonstranten an der benachbarten Hochschule beschlagnahmt wurde, entrollen die Neonazis nun Plakate mit sehr deutlichen Botschaften. Auf einem heißt es: "Linksfaschisten haben Namen und Adressen". Mittlerweile soll auch ein Polizeihubschrauber im Einsatz sein.

+++ Bilder von Auseinandersetzung am Ostkreuz: Im Internet sind offenbar Bilder von der Auseinandersetzung zwischen Polizei und Linken aufgetaucht. Anscheinend wurden bei einem Einsatz mit Pfefferspray auch Beamte leicht verletzt. Ein Blockadeversucht durch die Gegendemonstranten in der Zossenerstraße wurde unterdessen von der Polizei schnell aufgelöst.

+++ Kundgebung der Rechten hat begonnen: Derzeit haben sich rund 180 rechte und etwa 200 linke Demonstranten eingefunden, zahlreiche Gegendemonstranten befinden sich aber offenbar noch auf dem Weg. Die Demonstranten sind größtenteils schwarz gekleidete Neonazis, einige tragen T-Shirts mit Aufdrucken der NPD. Twitter-Nutzer berichten von bekannten Teilnehmern aus der rechten Szene aus Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Brandenburg, Thüringen.

+++ Störungen bei der BVG: Wegen der Demonstrationen kommt es im Bus- und Straßenbahnverkehr derzeit zu Störungen, teilt die BVG via Twitter mit.

++Teilnehmerzahl steigt: So langsam werden die Demonstranten und Gegendemonstranten mehr.

+++ Großaufgebot der Polizei: 550 Beamte der Polizei sind im Zusammenhang mit den Demos im Einsatz. Die Demo-Route ist etwa sechs Kilometer lang, der Zug der Demonstranten wird vermutlich mindestens zwei Stunden dauern.

+++ Transparent beschlagnahmt: Die Polizei hat gegen 12 Uhr ein Transparent beschlagnahmt, das an der Fassade der benachbarten Hochschule angebracht war. Darauf war zu lesen: "Rassisten angreifen und blockieren". Bei der Beschlagnahmung sei es zu Auseinandersetzungen gekommen. Zwei weitere Transparente hängen dort weiterhin.

+++ Erste Auseinandersetzungen zwischen Linken und Polizei: Offenbar ist es im Gebiet um das Ostkreuz zu ersten, kleineren Auseinandersetzungen zwischen Polizei und linken Gegendemonstranten gekommen. Details wollte die Polizei erst später nennen. Derzeit befänden sich die meisten Demonstranten und Gegendemonstranten auf dem Weg zu den jeweiligen Kundgebungen. Bei einer ersten Rede der Rechten seien rund 20 Personen vor Ort. Währenddessen begleitet die Polizei rund 350 Gegendemonstranten in der Bahn zum S-Bahnhof Marzahn.

+++ Noch wenige Gegendemonstranten: Die Zahl derer, die sich den Rechten in den Weg stellen, ist bisher noch überschaubar. Bereits bei der Demonstration rechter Gruppierungen im Januar blieb die Zahl der Gegendemonstranten weit hinter der der Rechten zurück.

+++ Rechte halten Reden: Die Demo hat noch nicht begonnen, aber die ersten Reden werden schon gehalten.

+++ Baudenkmal mit rechten Parolen beschmiert: In der Nacht zu Freitag hatten Unbekannte in Marzahn ein Baudenkmal in der Landsberger Allee mit rechten Parolen beschrieben. Anwohner meldeten das am Freitagmorgen um 9 Uhr der Polizei. Der Polizeiliche Staatsschutz ermittelt. An dem Ort ist für heute eine Gegenkundgebung angekündigt, die Demo der Rechten für allerdings nicht dort vorbei.

+++ Erste Teilnehmer kommen an: Noch ist die Situation ruhig, aber langsam treffen die ersten Demonstranten und Gegendemonstranten ein.

+++ Russlanddeutsche unter den Demonstranten erwartet: Im Januar hatten 700 Russlanddeutsche vor dem Kanzleramt gegen Migranten und für die angeblich von "Südländern" entführte und vergewaltigte 13-jährige Lisa demonstriert. Das Mädchen stammt aus Marzahn, deswegen wird erwartet, dass zahlreiche russischstämmige Menschen bei den Rechten mitlaufen werden. In Marzahn-Hellersdorf lebt eine große Zahl Russlanddeutscher.

+++ Mehrere linke Gegenkundgebungen angekündigt: Entlang der Demonstrationsroute haben linke Gruppen mehrere Gegenkundgebungen angekündigt mit dem Ziel, die Demo zu blockieren. Rund um den Startpunkt der Rechten am U-Bahnhof Marzahn-Hellersorf sind drei Gegenkundgebungen angekündigt. Die meisten Gegendemonstranten werden am Alice-Salomon-Platz erwartet. In einer linken Stellungnahme heißt es: "Seit der Sylvesternacht in Köln und dem Fall "Lisa" in Marzahn nutzen die Neonazis jede Gelegenheit um über die vermeintliche Bedrohung 'ihrer' Frauen und Kinder zu sprechen und den Mythos des gewalttätigen Fremden zu verbreiten."

+++ Rechte ziehen heute durch Berlin: Die "Bürgerbewegung Marzahn-Hellersdorf" hatte zu einer Demonstration aufgerufen. Die Veranstaltung läuft unter dem Titel "Sicherheit statt Angst! Recht auf Zukunft! Mut zum Widerstand". In der Vergangenheit hatte die rechte Gruppe mehrfach "Nein zum Heim"-Demos initiiert. Unterstützung erhielten sie von der NPD, die auf ihrer Facebook-Seite zur Teilnahme an dem Marsch aufruft. Offiziell beginnen soll der Zug um 13 Uhr am U-Bahnhof Marzahn-Hellersdorf. Ziel ist der S-Bahnhof Marzahn. Auch in der Stendaler Straße ist eine rechte Kundgebung angekündigt. Die Polizei rechnet mit mehreren hundert Teilnehmern. Bei einem Aufmarsch der Rechten im Januar am Hauptbahnhof hatte die Polizei sich allerdings grob verschätzt. Auch damals war sie von mehreren hundert Teilnehmenden ausgegangen, es kamen jedoch mehr als 3000.

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