MEHDORN ÜBER DEN BER : Ein Superflughafen mit Grandezza und Guillotine

Er war Bahnchef, bei Air Berlin, im September 2006 rammte er den Spaten symbolisch in den schlammigen Schönefelder Sandboden (ja, sechseinhalb Jahre ist das schon wieder her). Die Flughafen-Baustelle beschäftigt seinen Chef Hartmut Mehdorn also schon eine Weile. Eine kleine Zitate-Auswahl:

„Der Schwarz sieht ja erstaunlich gut aus, 100 Tage vor der Eröffnung. Irgendwo steht da ’ne Guillotine, unter die er muss, wenn er dann nicht offen ist.“

(Mehdorn, damals Air-Berlin-Chef, im Februar 2012 über den damaligen

Flughafenchef Rainer Schwarz - bevor die für Juni geplante Eröffnung

des neuen Airports platzte).

„Wir erleiden nicht nur einen wirtschaftlichen, sondern auch einen Imageschaden für unser Drehkreuz, der finanziell kaum zu beziffern ist. Wir gehen davon aus, dass der Flughafen zu dieser Panne steht und den Schaden reguliert.“

(Mehdorn im Mai 2012 – nachdem die Eröffnung geplatzt war)

„Das wird ein Superflughafen mit Platz und Grandezza.“

(Mehdorn im Mai 2012 über den neuen Flughafen)

„Dies ist völlig unakzeptabel und fügt Berlin als Flughafen-Drehkreuz einen kaum mehr reparablen und deshalb

unerträglichen Image-Schaden zu.“

(Mehdorn im Mai 2012 nach der Ankündigung einer Flughafen-Eröffnung für März 2013)

„Ich habe ihm schon mal als Bahn-Chef gesagt, dass ich das für einen Fehler halte. Das macht viel Arbeit, und man kann nichts gewinnen.“

(Mehdorn im Juli 2012 zur Doppelfunktion Klaus Wowereits als Regierender Bürgermeister und damaliger Flughafen-Aufsichtsratschef)

„Das ist eine Blamage. Es kann eigentlich gar nicht sein, dass in einem Land wie Deutschland und in einer Stadt wie Berlin so eine Show abgeliefert wird.“

(Mehdorn im August 2012; Mehdorn war bis 7. Januar 2013 Air-Berlin-Chef). dpa

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