Musiker und Parteien : Bushido will offenbar AfD wählen

Bushido äußert sich in einem Video positiv über die AfD. Die heißt ihren neuen Wähler Bushido willkommen und lädt ihn zur Wahlparty ein.

Helena Wittlich
Rapper Bushido.
Rapper Bushido.Foto: dpa

Der Rapper Bushido ist offenbar AfD-Wähler. In einem Video seines Youtube-Channels sprechen Bushido und sein Kollege Ali Bumaye über die Flüchtlinge in Deutschland. Als es um Migranten geht, die auf neue Flüchtlinge schimpfen, sagt Bushido: "Scheiß drauf, ich wähl trotzdem AfD, Alter." Sein Gegenüber schweigt zunächst, fragt dann: "AfD? Das ist doch diese Hurensohn-Nazi-Partei." Er würde nie wieder diese CDU wählen, entgegnet Bushido und lässt Beleidigungen folgen.

Die Berliner AfD reagierte sofort und hieß ihren neuen Wähler willkommen. Es brauche Mut, sich in der von rot-grünen Ideologen
beherrschten Kulturszene zur AfD zu bekennen. "Herzlich Willkommen, Bushido, viele deiner Anhänger sind schon lange bei der AfD", schrieb Roland Gläser, Vorstandsmitglied und Kandidat für die Abgeordnetenhauswahl. Bushido solle dem Druck der vielen Konformisten trotzen und seinen Eigensinn behalten. Zusammen mit diesen Ratschlägen erhielt der Rapper eine Einladung zur AfD-Wahlparty am 18.September.

Bushido bekennt sich nicht zum ersten Mal zur AfD. 2013 twitterte er vor der Bundestagswahl: "Nächste Woche werde ich AfD wählen." Andere Rapper-Kollegen stellen sich klar gegen die rechtspopulistische Partei. Eko Fresh bezeichnete in seinem Song "AfD - Albtraum für Deutschland" AfD-Wähler als Arschloch. Außerdem veröffentlichte er ein Liebeslied an Frauke Petry. Eko Fresh und Bushido zoffen sich seit vielen Jahren, im Hip-Hop-Jargon "Rapper-Beef" genannt.

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