Nach Ablehnung in München : Wowereit: Berlin wäre eine gute Wahl für Olympia

Nach dem Aus der Olympia-Pläne für München gilt Berlin als möglicher Kandidat für die Ausrichtung der Spiele. Der Regierende Bürgermeister und auch Sportsenator Frank Henkel hoffen, dass die Stadt eine neue Chance bekommt.

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Berlins Regierender Bürgermeister Klaus Wowereit (SPD) sieht das klare Veto der Bürger gegen eine Münchner Bewerbung als Rückschlag für die Idee der Olympischen Spiele in Deutschland. Das sagte Wowereits Sprecher Richard Meng am Montag. Die Hauptstadt gilt als möglicher Kandidat für die Ausrichtung Olympischer Sommerspiele. Die Entscheidung gegen eine Winter-Bewerbung bedeute aber nicht zwangsläufig bessere Chancen für Berlin, sagte Meng. Es sei völlig offen, wann und ob sich Deutschland wieder für Sommerspiele bewerben werde. „Wenn es eine Grundsatzentscheidung dafür gibt, ist Berlin immer eine gute Option.“ (dpa)Weitere Bilder anzeigen
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11.11.2013 14:27Berlins Regierender Bürgermeister Klaus Wowereit (SPD) sieht das klare Veto der Bürger gegen eine Münchner Bewerbung als...

Die Entscheidung der Bürger gegen eine Münchner Bewerbung ist aus Sicht des Regierenden Bürgermeisters von Berlin, Klaus Wowereit (SPD), "ein Rückschlag für die Idee der Olympischen Spiele in Deutschland". Das sagte Wowereits Sprecher Richard Meng am Montag. Nun müsse gründlich analysiert werden, wieso die Austragung der Spiele von einer Mehrheit der Bevölkerung in den betroffenen bayerischen Regionen abgelehnt wurde. "Man kann so ein Großereignis nicht gegen die Mehrheit der Menschen machen", erklärte Wowereit. Nun sei es an den Vertretern des deutschen Sportes zu entscheiden, ob das Land sich erneut für die Austragung der Olympischen Spiele bewerben soll - und ob dies für den Sommer oder den Winter favorisierte werde. "Falls es in Richtung Sommerbewerbung geht, wäre Berlin eine gute Wahl", erklärte Wowereit seinem Sprecher zufolge. "Aber soweit sind wir noch lange nicht."

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Deutschland wäre reif für Olympia

Der Berliner Senator für Inneres und Sport, Frank Henkel (CDU), begrüßte die Durchführung von Bürgerentscheiden wie jetzt zur Münchener Bewerbung. "Ohne den mehrheitlichen Rückhalt aus der Bevölkerung lässt sich eine Bewerbung um das weltweit größte und wichtigste Sportereignis heutzutage nicht mehr vertreten", sagte er. Dennoch sei das Ergebnis sehr bedauerlich: "Olympia 2022 wäre eine weitere großartige Gelegenheit gewesen, Deutschland als eine weltoffene, sympathische und sportbegeisterte Nation zu präsentieren." Andererseits werfe das Abstimmungsergebnis die Frage auf, ob das IOC und die Bewerberstädte grundsätzlich umdenken sollten. "Kleinere und vor allem ökologisch nachhaltige Spiele könnten die betroffenen Menschen mehr überzeugen." Nach mehr als 40 Jahren sei Deutschland wieder reif für Olympische Spiele: "Wenn sich der DOSB jetzt für die Bewerbung um Olympische Sommerspiele entscheiden sollte, ist Berlin hoffentlich im Rennen."

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