Neubau in Tempelhof : Architekten stellen Visionen für die geplante Zentral- und Landesbibliothek vor
22.10.2011 10:20 Uhr- Der Senat plant den Bau einer Zentral- und Landesbibliothek auf dem Areal des ehemaligen Flughafens Tempelhof. 44 Architekten haben Vorschläge zur Gestaltung gemacht. Christine... - Visualisierung: Christine Kreplin und Hubertus Duwensee
- Die Entwürfe wurden im Format 40x40 Zentimeter eingereicht. Wasco Wruck hebt in seinem Entwurf den Kontrast zum monumentalen nationalsozialistischen Präsentationsbau am Tempelhofer... - Visualisierung: Wasco Wruck
- Das Büro BOLLES+WILSON aus Münster verteilt die Bibliothek an die vier Enden der Rollbahnen vom Flughafen Tempelhof. - Visualisierung:BOLLES+WILSON
Der erste Spatenstich ist frühestens 2014 zu erwarten. Bis dahin bleibt die neue Zentral- und Landesbibliothek (ZLB) auf dem Tempelhofer Feld eine Idee. Noch ist die Finanzierung des voraussichtlich 250 Millionen Euro teuren Projekts nicht gesichert, aber SPD und CDU haben sich in den Koalitionsverhandlungen grundsätzlich dafür ausgesprochen. Grund genug für den Bund Deutscher Architekten (BDA), sich im Rahmen einer Ausstellung mit dem „größten Berliner Bauvorhaben der kommenden Jahre“ und dessen Standort auseinanderzusetzen.
Der verbandsinterne Aufruf, sich zu beteiligen, stieß prompt auf große Resonanz. Mehr als 40 Architekten, nicht nur aus Berlin, lieferten Vorschläge ab.
Die fantasievollen Exponate reichen von der Handskizze bis zur ausgearbeiteten Visualisierung des Gebäudes. Den Rahmen gibt das Format der klassischen Papierserviette vor: 40 mal 40 Zentimeter. Die Teilnehmer sollten sich mit dem architektonischen, aber auch mit dem städteräumlichen Potenzial der geplanten Zentralbibliothek auseinandersetzen. Dabei war es durchaus erwünscht, den Standort am Rand des ehemaligen Flughafens Tempelhof noch einmal infrage zu stellen.
Die Eröffnung der Ausstellung am Montag in der BDA-Galerie wird mit einer Podiumsveranstaltung verbunden. Es diskutieren die Berliner Architektin Verena von Beckerath, der Österreicher Manfred Ortner, der an der Potsdamer Fachhochschule Architektur lehrt, und Jörg Stollmann vom Architekturbüro Instant.
Auch ein Vertreter des Senats wird kommen. Dies sei „ein Forum von Ideen, nicht ein klassischer Ideenwettbewerb“, betont der Bund der Architekten. „Wir sind der Meinung, dass dieses eminent wichtige kulturpolitische Vorhaben eine breitere und öffentlichere Debatte verdient.“ Einen offiziellen Architektenwettbewerb für die neue Zentral- und Landesbibliothek kann es erst geben, wenn das Projekt politisch und finanziell endgültig abgesichert ist. Also frühestens 2012.
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