Neues Einkaufszentrum mit Extras : Große Welle am Alexanderplatz

Ein Architekt legt bemerkenswerte Entwürfe für ein neues Einkaufszentrum am Alexanderplatz vor. Im Jahr 2018 soll die Mall eröffnen – inklusive Wellenbecken für Hobby-Surfer, „Skydiving“-Zone und Windtunnel.

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Steinquader wild aufeinandergestapelt. Die Simulationen lassen aufmerken.
Steinquader wild aufeinandergestapelt. Die Simulationen lassen aufmerken.Foto: Simulation: J. Mayer H.

Der Berliner Block, lange Zeit das städtebauliche Credo Berlins, Jürgen Mayer H. hat ihn gesprengt: Der Architekt hat den Wettbewerb für ein Einkaufs- und Freizeitzentrum am Alexanderplatz gewonnen, auf dem Grundstück der landeseigenen Degewo – und die Simulationen lassen aufmerken. Steinquader wild aufeinandergestapelt und untereinander so versetzt, dass die Glasflächen dazwischen Bänder und Flächen bilden und schöne Einblicke gewähren in teils gebäudehohe Innenräume. Falls die gebaute Realität den Bildern gerecht wird, dann wird das benachbarte „alea 101“, das im Sommer öffnet, durch diese „Freizeit- und Erlebnismall“ in den Schatten gestellt.

Die Innenräume sind teils gebäudehoch.
Die Innenräume sind teils gebäudehoch.Simulation: J. Mayer H.

Im Jahr 2018 soll die Mall öffnen und wirbt um junge Käufer durch ein Wellenbecken von zehn Mal 15 Metern, wo Surfer für 25 Euro je halbe Stunde ihre Geschicklichkeit vorführen können. Wer die Luft dem Wasser vorzieht, kann sich in die Höhe tragen lassen von einem 280 Stundenkilometer starken Luftstrom: Der Bauherr will eine „Skydiving“-Zone mit kräftigem Windtunnel am Rand des Gebäudes aufbauen. Das verspricht die Aktiengesellschaft TKN Real Estate, die sich mit diesen Plänen wohl auch selbst in eine neue Liga katapultieren will, hinterließ sie doch bisher eher in biederen Gefilden wie Fürth, Eisenach und Bitburg wenig spektakuläre Bauwerke. Viel rumgekommen ist deren Partner bei diesem Projekt: der Freizeit-Unternehmer Jochen Schweizer, der luftige Abenteuer vom Bungeespringen bis zu Luftschifffahrten vermarktet und die dazu passende Autobiografie, wegen der „Street Credibility“.

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