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Neues Empfangsgebäude am Bahnhof Gesundbrunnen : Die Bahn hat sieben Jahre Verspätung

07.01.2013 15:51 Uhrvon
Fertig auf dem Papier. Statt eines großen Einkaufszentrums mit Bahnhof lässt die Bahn nun ein kleineres Empfangsgebäude bauen. Foto: promoBild vergrößern
Fertig auf dem Papier. Statt eines großen Einkaufszentrums mit Bahnhof lässt die Bahn nun ein kleineres Empfangsgebäude bauen. - Foto: promo

Die Bahn hat sich Zeit gelassen – fast sieben Jahre. Doch nun hat sie den Bau eines Empfangsgebäudes am Bahnhof Gesundbrunnen in Auftrag gegeben. Am Zoo dagegen hat der Konzern noch nicht entschieden, ob der Bahnhof umgestaltet wird.

Wie ein Sprecher der Bahn am Sonntag sagte, sollen die Arbeiten für ein neues Empfangsgebäude am Bahnhof Gesundbrunnen im März oder April beginnen und bis Anfang 2014 dauern. Die umgebaute Station wurde 2006 ohne Gebäude eröffnet.

In Gesundbrunnen liegen die Gleise in einem Einschnitt. Über ihnen sollte ein Bahnhofsgebäude entstehen, für das die Bahn an der Badstraßenbrücke auch eine riesige Platte betonieren ließ, später Hanne-Sobek-Platz genannt. Wie inzwischen üblich, wollte die Bahn aus ihrem Bahnhof ein Einkaufszentrum machen, um zu Einnahmen zu kommen. Die Pläne der renommierten Architekten Ingrid Hentschel und Axel Oestreich waren auch fertig, zum Bau kam es aber nicht mehr, weil mittlerweile in unmittelbarer Nachbarschaft das Gesundbrunnen-Center errichtet wurde.

So rechnete sich der große Bahnhof für die Bahn nicht mehr; nur für einen kleinen Verkaufspavillon auf der Riesenplatte reichte es schließlich noch.

Bereits 2010 kündigte die Bahn zwar an, doch noch ein Empfangsgebäude bauen zu wollen – kleiner als bei den alten Plänen. Doch die endgültige Entscheidung zog sich wieder hin; auch weil die zunächst veranschlagten Kosten in Höhe von 7,4 Millionen Euro auf 9 Millionen Euro gestiegen waren.

Nun ist die Entscheidung gefallen: Entstehen soll ein einstöckiges Gebäude mit einer Fassade weitgehend aus Glas und direkten Zugängen zu den darunterliegenden Bahnsteigen. Auf mehr als 3300 Quadratmetern sind neben den Schaltern auch Lokale und einige Läden eingeplant. Mit einer 5600 Quadratmeter großen Dachfläche setze die Bahn zudem auf eine umweltbewusste Energiegewinnung durch Fotovoltaik, sagt ein Sprecher.

Zeit lässt sich die Bahn dagegen weiter am Bahnhof Zoo, bei dem sie seit Jahren über einen Umbau nachdenkt. Der Bahnhof, zuletzt 1987 zur 750-Jahr-Feier der Stadt gründlich renoviert, soll heller werden und freundlicher wirken. Auch an eine Wiederbelebung des ehemaligen Restaurants im ersten Stock denkt die Bahn. Es wurde nach dem Beschluss, keine Fernzüge mehr im Bahnhof halten zu lassen, geschlossen. Überlegt wird nun, die überbaute Terrasse wieder zu einem Platz im Freien zu machen. Doch auch hier muss sich der Umbau für die Bahn rechnen, noch sind aber nicht einmal die Mittel für die weitere Planung freigegeben. Der Bereich „Station und Service“, der für die Bahnhöfe zuständig ist, will nach Tagesspiegel-Informationen die Planungen fortsetzen, entscheiden muss aber der Bahnvorstand.

Hier befindet sich die Bahn in guter Gesellschaft mit dem Bezirk, der ebenfalls schon seit Jahren den Hardenbergplatz umgestalten will. Unter dem Platz soll eine Tiefgarage entstehen, um oben Platz für Veranstaltungen zu schaffen. Vorangekommen ist das Projekt aber nicht. Ob es nun durch die Eröffnung des benachbarten Waldorf-Astoria-Hotels beschleunigt wird, muss sich zeigen.

Wie lange es bei der Bahn dauern kann, hat auch der S-Bahnhof Waidmannslust gezeigt. Dort war der Zugang vom Tunnel zwischen der Nimrodstraße und ,,Am Waidmannseck“ 1984 geschlossen worden; angeblich, weil die Anlage baufällig war. Jahrelang hatte sich dann der Senat, getrieben vom EU-Abgeordneten Michael Cramer, für eine Wiedereröffnung eingesetzt, auch bei dieser Debatte ging es ums Geld. Im vergangenen Dezember war es dann soweit – Kostenpunkt: rund 900 000 Euro. Klaus Kurpjuweit

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