Neues vom Berliner Schloss : Müller will im Humboldt-Forum Berliner Geschichte zeigen

Regierender Bürgermeister kündigt neues Berliner Teilkonzept fürs Stadtschloss an - und hält Randbebauung des Tempelhofer Feldes weiter für denkbar.

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Der Regierende Bürgermeister Michael Müller (SPD) will im Stadtschloss, dessen Rohbau fertig ist, Berliner Geschichte präsentieren.
Der Regierende Bürgermeister Michael Müller (SPD) will im Stadtschloss, dessen Rohbau fertig ist, Berliner Geschichte...Foto: Bernd von Jutrczenka/dpa

Die Ausstellung „Welt der Sprachen“, ein Projekt der Zentral- und Landesbibliothek Berlin (ZLB), soll offenbar nicht im Humboldt-Forum untergebracht werden. Der Regierende Bürgermeister Michael Müller (SPD) stellte die Pläne am Montag in Zweifel. „Wir sollten darüber noch einmal nachdenken“, sagte er abends auf dem Jahresempfang der Initiative „Hauptstadt Berlin“. Er fände es besser, die Geschichte Berlins im Neubau des Stadtschlosses in Mitte darzustellen, sagte Müller und kündigte an, ein entsprechendes Konzept in den nächsten Tagen vorstellen zu wollen. Für die 4000 Quadratmeter Ausstellungsfläche, die dem Land Berlin im Humboldt-Forum zur Verfügung stehen, sollte „keine Chance vertan werden“.

Langzeitdokumentation vom Bau des Berliner Stadtschlosses
Da sind wir auch schon wieder, liebe Freunde unserer Langzeitdokumentation.Weitere Bilder anzeigen
1 von 570Foto: Kitty Kleist-Heinrich
23.06.2017 14:38Da sind wir auch schon wieder, liebe Freunde unserer Langzeitdokumentation.

Die „Welt der Sprachen“ war bisher geplant als ein „Bildungs- und Erlebnisort“, finanziell gefördert von der Europäischen Union, um die Geschichte und Kultur der menschlichen Kommunikation in aller Welt besser begreiflich zu machen. Das Konzept wurde maßgeblich von der ZLB erarbeitet, quasi als Filiale der Landesbibliothek im Schlossbau, der 2019 eröffnet wird. Und als Bestandteil der Präsentation der außereuropäischen Kunst und Kultur im Humboldt-Forum.

Müller überraschte die Zuhörer mit einer weiteren Ankündigung. Er schloss nicht aus, dass das Tempelhofer Feld trotz des erfolgreichen Volksentscheids mittelfristig doch noch bebaut wird. „In den nächsten drei, vier Jahren wird das keine Rolle spielen“, sagte er. Aber an eine spätere Randbebauung und kulturelle Nutzung des Feldes „sollte man denken“. Eine solche Teilbebauung, einschließlich einer neuen Landesbibliothek, scheiterte im Mai 2014 an der Volksabstimmung.

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