Niederbarnimer Eisenbahn : Regionalbahn fehlen Fahrer und Fahrzeuge

Der Niederbarnimer Eisenbahn fehlen Züge und Fahrer. Deswegen kommt es zu Einschränkungen im Angebot.

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Hoffen. Diese neuen „Link“-Züge sollen den Fahrzeugmangel beheben.
Hoffen. Diese neuen „Link“-Züge sollen den Fahrzeugmangel beheben.Foto: dpa

Es ist fast so wie einst bei der S-Bahn: Weil Fahrer und Fahrzeuge fehlen, fallen Fahrten aus oder Züge fahren mit weniger Wagen als vorgesehen. Dieses Mal trifft es die Niederbarnimer Eisenbahn (NEB), die vorwiegend nördlich und östlich von Berlin im Auftrag des Verkehrsverbundes Berlin-Brandenburg (VBB) Strecken betreibt. In einem offenen Brief an die Fahrgäste bittet das Unternehmen um Verständnis für die Einschränkungen des Angebots.

Am drastischsten ist der Einschnitt auf der RB 26 (Lichtenberg–Kostrzyn/Küstrin). Voraussichtlich bis 4. September fahren nur noch zwischen Lichtenberg und Seelow-Gusow Züge, wobei nach Angaben des Unternehmens auch in der Hauptverkehrszeit nur ein Triebwagen eingesetzt werden kann. Normal fährt eine Zwei-Wagen-Einheit. Und im Ersatzverkehr mit Bussen müssen Fahrgäste nach Kostrzyn in Kietz ein weiteres Mal in einen Kleinbus umsteigen: Der größere Ersatzbus ist zu schwer für die Oderbrücke.

Hersteller hat Fahrzeuge verspätet geliefert

Auf der RB 27 (Berlin–Groß Schönebeck/Schmachtenhagen) entfallen zunächst in dieser Woche die Fahrten nach Gesundbrunnen. Zudem sei damit zu rechnen, dass Fahrgäste Richtung Wensickendorf bis Ende August in Basdorf umsteigen müssen, teilte das Unternehmen mit. Auch auf weiteren Strecken fallen vereinzelt Fahrten aus. Am Wochenende fuhren zwischen Löwenberg und Rheinsberg bereits Busse statt Bahnen.

Dem Unternehmen fehlen Züge, weil der polnische Hersteller Pesa neue Fahrzeuge verspätet geliefert hat. Ein Triebwagen war zudem durch einen Brand im Januar zerstört worden, und im Juli ist zudem ein Fahrzeug durch einen Unfall ausgefallen. Zwei weitere seien mit größeren Schäden abgestellt worden, teilte die NEB mit. Gemietete Fahrzeuge hätten zurückgegeben werden müssen oder könnten von eigenen Fahrern nicht bedient werden, weil sie dafür keine Ausbildung hätten. Und im Regeldienst fehlten zudem Fahrer, weil sie für die neuen Pesa-Fahrzeuge „Link“ geschult werden müssten.

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