Pirat Claus-Brunner : Was beim "Tittenbonus" zu beachten ist

23.05.2012 00:00 Uhrvon
Gerwald Claus-Brunner ist mit dem "Tittenbonus" durch sexistische Wortwahl aufgefallen. Foto: dapd
Gerwald Claus-Brunner ist mit dem "Tittenbonus" durch sexistische Wortwahl aufgefallen. - Foto: dapd

Gerwald Claus-Brunner, Pirat im Abgeordnetenhaus, nennt die Frauenquote einen "Tittenbonus". Karin Christmann begrüßt diese genderpolitische Initiative, hat aber noch einige Fragen - und plädiert außerdem für den Schutz chromosomal Benachteiligter.

Wer manche Wörter auf der politischen Bühne nutzt, dem ist ungeteilte Aufmerksamkeit sicher. Vorhang also auf für Gerwald Claus-Brunner, Pirat im Abgeordnetenhaus. Wer als Frau für die Quote sei, wolle nur einen „Tittenbonus“, twitterte er. Der Shitstorm, so verdient wie erwartbar, ist schon vorübergezogen – und noch immer hat der Pirat entscheidende Fragen zu seiner genderpolitischen Initiative nicht beantwortet.

Soll der Tittenbonus proportional zur Körbchengröße steigen? Steht Claus-Brunner als Befummler zur Einteilung der Mädels in die Bonusklassen B („besser als nichts“) bis M („Monstertitten“) zur Verfügung? Und schließlich: Welche Belohnung erwartet Männer, die sich neben dem Hängebauch auch Hühnerbrüste angefuttert haben: Tittenbonus auch für Y-chromosomal-Benachteiligte? Der Pirat bleibt Antworten schuldig.

Stattdessen lamentiert er über sein Dasein als Abgeordneter: „Ich mach hier ’ne Kerbe für jeden Tag, der vergeht.“ Vielleicht helfen ihm eines Tages (neben den Wählern) auch die Wählerinnen aus seiner misslichen Lage. Die haben nämlich nicht nur Titten. Sondern auch Hirn.

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