Berlin-Alt-Hohenschönhausen : Mutmaßlicher Einbrecher attackiert Laubenpieper und Polizisten

Ein Mann ist Mittwochmittag bei einem Einbruch in eine Laube in der Wartenbergstraße ertappt worden. Der mutmaßliche Einbrecher zog zwei Messer.

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Einbrecher spazieren manchmal auch dreist zur Haustür herein (Symbolfoto).
Einbrecher spazieren manchmal auch dreist zur Haustür herein (Symbolfoto).Foto: dpa

Ein mutmaßlicher Einbrecher ist am Mittwochmittag ausgerastet, nachdem er bei einem Einbruch in eine Laube in Alt-Hohenschönhausen ertappt worden war. Der Mann bedrohte mehrere Menschen mit zwei Messern und soll auch nach ihnen gestochen haben. Auf seiner Flucht stieß er einen Polizisten zu Boden, einen anderen schlug er. Erst mit Hilfe eines zufällig vorbeikommenden Paketboten wurde der rabiate Kriminelle überwältigt.

Der Einbrecher, 35 Jahre alt, war gegen 12.50 Uhr auf einem Laubengrundstück einer Kleingartenanlage in der Wartenbergstraße aufgefallen. Mehrere Kleingärtner standen in einem Garten zusammen. Als sie den unbekannten Mann über das Grundstück eines Nachbarn laufen sahen, sprachen sie ihn an.

Der 35-Jährige wollte türmen, wurde aber von den Laubenpiepern daran gehindert. "Daraufhin sei der Mann auf sie zugekommen, habe dabei mit zwei Messern herumgefuchtelt und damit mehrfach in deren Richtung gestochen, ohne sie jedoch zu treffen", heißt es im Polizeibericht.

Einer der Kleingärtner holte seinen Hund. Das Tier schlug den 35-Jährigen erneut in die Flucht. Ein 46-jähriger Mann folgte dem Flüchtenden und rief dabei die Polizei.

Einen Beamten hatte er schon abgeschüttelt - da griff ein Paketbote ein

Ein Streifenwagen war schnell da, die beiden Beamten übernahmen die Verfolgung. "Der Verfolgte leistete mehrfach Widerstand, stieß einen Beamten zu Boden stieß und verpasste einem anderen einen Schlag ins Gesicht", so die Polizei. Die Beamten hätten den Mann sogar mit Reizgas eingesprüht. Das brennende Spray zeigte keine Wirkung: "Er schlug weiter um sich und rannte unbeeindruckt weiter", hieß es.

Der Einbrecher flüchtete in Richtung Matenzeile. Einen der Beamten hatte er außer Gefecht gesetzt, der andere sprintete weiter hinter ihm her. Als das Duo an einem 37-jährigen Paketboten vorbeihetzte, sprang der aus seinem Wagen und stürzte sich auf den Kriminellen.

Nur mit vereinten Kräften schafften es die beiden Männer, den 35-Jährigen zu überwältigen und zu fesseln. Sowohl der Paketbote als auch die Beamten trugen Gesichtsblessuren davon. Der mutmaßliche Einbrecher bekam auch einiges ab: Seine Gesichtsverletzungen mussten im Krankenhaus behandelt werden.

Dem 35-Jährigen wurde Blut abgenommen, möglicherweise stand der Mann unter Drogeneinfluss. "Gegen ihn wird jetzt wegen des Verdachts des Einbruchs mit Waffen, versuchter gefährlicher Körperverletzung, Widerstands und Körperverletzung ermittelt", teilte die Polizei mit.

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